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Cerwen
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Re: Waffenindex - Mittelalterliche Schusswaffen

von Cerwen am 22.06.2017 03:30

Der Wurfspieß

Beschreibung:
Der Wurfspieß ist eine zu den Stangenwaffen zählende Wurf- und Stichwaffe, die aufgrund ihrer Konstruktion besonders gut zum Werfen geeignet ist.
An einer Stange, dem Schaft, ist eine Spitze (oft zweischneidige Klinge) aus unterschiedlichen Materialien (angespitzte Steine, Bronze, Hartholz, Knochen, Eisen, Stahl) angebracht. Speere waren üblicherweise als Wurfwaffen gedacht oder als Mehrzweckwaffen, die sowohl im Fern- als auch im Nahkampf eingesetzt wurden. Sie sind normalerweise kürzer und leichter als Speere, die dagegen nicht geworfen werden.

Der Wurfspieß wird in Balora an sich etwas seltener verwendet, dank dem schnellen Vormarsch in der Geschichte an Bögen und Armbrüsten, welche dem Wurfspieß im Militär nie die Möglichkeit gab, sich durchzusetzen. Er wird manchmal von den Barbaren des Eis-Clans verwendet, selten auch von Söldnern in Sah.

Waffendetails:
Länge: bis 1,5m, in der Regel kürzer als ein Speer
Gewicht: 1-3kg, je nach Länge und Material

Waffenschaden:
Grundschaden eines Wurfspießes aus Stahl: 1d4+10

Talentvoraussetzung:
Körperkraft [Anfänger]; Körperbeherrschung [Fortgeschrittener]


Wurfspiess.jpg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 14:51.

Cerwen
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Re: Waffenindex - Mittelalterliche Schusswaffen

von Cerwen am 18.06.2017 17:47

Die Armbrust 

Beschreibung:
Die Armbrust ist im Prinzip ein horizontal auf einer Mittelsäule montierter Bogen, der es dem Schützen durch eine Rückhaltevorrichtung für die Sehne ermöglicht, die Waffe ohne Anstrengung gespannt zu halten und dadurch lange und genau zu zielen. Durch geeignete Konstruktion (stärkere Bögen) kann die Armbrust erheblich mehr Energie speichern und auf ein Projektil übertragen, als es einem Bogenschützen durch bloße Armkraft möglich wäre. Deshalb können keine langen, elastischen Holzpfeile verschossen werden, die unter den auftretenden Beschleunigungskräften zerbrechen würden, sondern kurze, steife Bolzen.
Die Armbrust durchlief im Laufe des Geschichte Baloras drei wesentliche Entwicklungsstufen:

Die Armbrust mit hölzernem Bogen (bevorzugt Eibenholz wegen dessen Elastizität) stellt die Urform dar. Sie wird meist beidhändig gespannt, wobei das „Mündungsende" der Waffe mit dem Fuß / den Füßen des Armbrustschützen in einer Art Steigbügel am Boden gehalten wird. Spannhilfsmittel brauchen wegen der begrenzten Zugkraft nicht eingesetzt zu werden. Stärkere Armbrüste werden mit dem Spanngürtelhaken gespannt, einem eisernen Haken, der vorn an einem Leibgurt hing. Zum Spannen des Bogens kniete sich der Schütze hin, um die Armbrustsehne in den Spannhaken zu legen, setzt dann seinen Fuß in den Steigbügel (Stegreif) und spannte die Armbrust beim Aufstehen oder er hakt den Spanngürtel im Stehen ein, setzt einen Fuß in den Bügel und tritt die Armbrust zum Boden hinunter.

Die leistungsfähigere Form der Armbrust ist mit einem Kompositbogen ausgestattet. Der Bogen ist bei dieser Variante aus Schichten von Horn und Tiersehnen verleimt und biegt sich ohne Bogensehne nach vorn. Diese Art von Armbrust bedarf wegen ihrer hohen Zugkraft meist einer Spannhilfe in Form von Flaschenzügen, Hebelkonstruktionen wie Geißfuß und Wippe, Winden oder Schrauben. Der Kompositbogen ist sehr empfindlich gegen Feuchtigkeit. So soll es vorgekommen sein, dass sich derartige Konstruktionen in der Schlacht bei einsetzendem Regen auflösten

Die vergleichsweise neue Variante der Armbrust ist die sogenannte Arbalest. Diese Armbrust ist eine etwas größere Variante der schon im Frühmittelalter verwendeten Holzarmbrust, mit dem Unterschied, dass bei der Arbalest der eigentliche Bogen aus Stahl gefertigt wird. Dadurch kann sie beim Abschießen des Armbrustbolzens diesen mit einer Kraft von bis zu 5000 N beschleunigen. Aufgrund eines neu entwickelten Lademechanismus kann sie auch schneller geladen werden als andere Armbrustmodelle, ein erfahrener Armbrustschütze kann mit der Arbalest 2 Bolzen pro Minute abschießen. Oft wird diese Waffe im Sicheren hinter einem Paveseschild geladen.

Eine schwere Armbrust arbeitet oftmals mit einer Winde oder Kurbel zum Aufziehen. Die embarische Winde ist eine Art Flaschenzug, der auf der Säule der Armbrust angebracht ist. Die Sehne wird in die doppelten Spannhaken am oberen Radgehäuse eingelegt und durch beidhändiges Drehen der beiden auf einer Welle sitzenden Kurbeln über Seile gespannt. Die sogenannte sahanische Winde arbeitet mit einer Zahnstange anstelle von Seilen. Diese technische Neuerung tauchte im fünften Jahrtausend auf. Das Spannen erfordert wegen des Flaschenzugmechanismus etwa 40 Sekunden. Weil der Spannvorgang viel Zeit kostet, werden solche Armbruste vor allem zur Jagd oder für den Kampf aus festen Stellungen heraus, nicht jedoch in der offenen Feldschlacht verwendet. Die Armbrust mit Winde entwickelt einen nicht zu unterschätzenden Rückstoß. Die schwere Armbrust hat mit ihrer Abschusskraft von ca. 400 bis 800 Kilogramm eine enorme Durchschlagskraft, mit der auf einer Kampfentfernung von 50 bis 200 Metern ein Harnisch oder Helm mühelos durchschlagen werden kann.

Eine Repetierarmbrust ist eine Armbrust, bei der die Schritte Spannen, Pfeil einlegen und auslösen mit einer einfachen, einhändigen Bewegung ausgeführt werden können. Dadurch kann eine solche Waffe wesentlich schneller schießen als eine normale Armbrust. Ein Behälter mit einigen Bolzen ist oberhalb des Bogens montiert. Der Mechanismus wird durch die Vor- und Zurückbewegung eines rechteckigen Hebels angetrieben.

Die Armbrust an sich wird in Balora oft und gern eingesetzt, da sie im Vergleich zu den neuzeitlichen Schusswaffen präziser war, und einfacher herzustellen. In allen Bereichen Baloras wird die Armbrust durchaus entsprechend genutzt und hat den Bogen als Hauptfernkampfwaffe so langsam in der Armee auch verdrängt.

Waffenschaden:
Grundschaden einer Holzarmbrust mit Stahlbolzen: 1d4+7
Grundschaden einer Kompositarmbrust mit Stahlbolzen: 1d4+8
Grundschaden einer Arbalest mit Stahlbolzen: 1d4+9
Grundschaden einer schweren Armbrust mit Stahlbolzen: 1d4+10
Grundschaden einer Repetierarmbrust mit Stahlbolzen: 1d4+7 pro Bolzen

Talentvoraussetzung:
Holzarmbrust: Keine
Kompositarmbrust: Körperkraft [Anfänger]
Arbalest: Körperkraft [Fortgeschrittener]
Schwere Armbrust: Körperkraft [Fortgeschrittener]
Repetierarmbrust: Körperkraft [Anfänger]

 

Armbrust.jpg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 15:18.

Cerwen
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Waffenindex - Mittelalterliche Schusswaffen

von Cerwen am 18.06.2017 16:36

Mittelalterliche Schusswaffen

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Metallen, wie diese den Waffenschaden im Vergleich zum Grundschaden beeinflussen und Details über die besonderen Eigenschaften der Metalle, findet ihr hier


Der Langbogen


Beschreibung:
Als Embarischer Langbogen wird der meist aus Eibe oder Ulme hergestellte Stabbogentyp bezeichnet, der vor allem durch den massenhaften Einsatz in neueren Schlachten bekannt wurde.
Zur Unterscheidung des Langbogens von anderen Bogenarten müssen insbesondere zwei Kriterien erfüllt sein: Die Länge entspricht etwa der Größe des Bogenschützen und die Bogensehne berührt den Langbogen nur an den Sehnenaufhängungen (den „Tips").

Der Langbogen wird in der embarischen Armee als Standardbogen eingesetzt. Auch Anderswo ist er durchaus beliebt, da seine Reichweite sehr hoch ist und er in der Herstellung auch nicht zu teuer ist.

Waffendetails:
Höhe des Bogens: Meist so groß wie der Träger, teilweise sogar größer.


Waffenschaden:
Grundschaden eines Langbogens mit Stahlpfeilen: 1d6+10

Talentvoraussetzung:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Fortgeschrittener]

Langbogen.jpg


Der Kompositbogen

Beschreibung:
Als Kompositbögen werden alle Bögen bezeichnet, die aus mehreren (mindestens zwei) verschiedenartigen Materialien zusammengesetzt sind, womit Wirkungsgrad und Lebensdauer des Bogens erhöht werden. Auf den meist aus Holz bestehenden Kern werden dazu andere Materialien aufgeleimt, wie zum Beispiel Horn, Knochen, Metall, Sehnen oder zugstabile andere Hölzer.
Unter dem Überbegriff Kompositbogen werden zwei Bauweisen für Bogen unterschieden, die zusammengesetzt sind:

  1. Der Hornbogen besteht nur aus Horn und einem aufgeklebten Sehnenbelag, einer Art natürlichem Faserverbundwerkstoff aus Tiersehnen.
    Werden mehrere dünne Schichten Horn übereinander geklebt und mit einem Sehnenbelag versehen, so nennt man ihn Schichthornbogen (oder Hornschichtbogen). Diese wurden nur für mittelalterliche Armbrust-Waffen (siehe Querschnitte rechts) gebraucht. Für Handbogen ist die Schichtbauweise zu schwerfällig. Solche Armbrustbogen konnten stattdessen auch aus verzahnten und verleimten Hornstäben mit Sehnenbelag bestehen. Besteht ein Hornbogen ausschließlich aus Horn, so wird er als reiner Hornbogen bezeichnet. Diese Bauweise ist jedoch selten.
  2. Der eigentliche Kompositbogen wird meist als Handbogen von Bogenschützen verwendet: Er enthält neben Sehnenbelag und Horn auch noch einen Bambus- oder Holzkern, um Masse zu sparen (Sandwichbauweise). Bei diesen Bogen sind Hornstreifen auf einen Holzkern geklebt, der danach auf der Spannungsseite mit einem Sehnenbelag beklebt wird. Um Gewicht zu sparen, sind meist auch die Bogenenden aus Holz gefertigt.
Nachteilig wirkt sich der hohe Preis aus – ein Exemplar kann die Achillessehnen von etwa 50 Rindern erfordern. Da die Herstellung eines Kompositbogens wesentlich aufwändiger ist als die eines Hornbogens, liegen die Kosten weit höher. Bei sehr feuchtem Wetter ist die Konstruktion nicht zu gebrauchen.

Eine Sonderform des Kompositbogens stellt der Knochenbogen dar: Dabei handelt es sich um einen aus Geweihstücken (Karibu, Elch) oder Rippen (Wal, Bison) und einem Sehnenbelag bestehenden Bogen. Meist hatte dieser keinen Holzkern, sondern die Spongiosa des Geweihs/Knochens diente der Gewichtsersparnis. In Niparan gibt es ein Äquivalent zum Kompositbogen, diesen nennt man dort Yumi. Er hat die gleichen Werte wie ein Kompositbogen.

Kompositbögen sind in Balora eher seltener gesehen, aber durchaus nicht unbeliebt. Allen voran die Elfen im Testulam-Wald schwören vielmals auf diese Art des Bogens, da er angenehmer zu handhaben ist.

Waffendetails:
Materialien: stark variierend
Größe: stark variierend

Waffenschaden:
Grundschaden eines Kompositbogens mit Stahlpfeilen: 1d4+9

Talentvoraussetzung:
Körperkraft [Anfänger]; Körperbeherrschung [Anfänger]

Kompositbogen.jpg


 

Der tuljamidische Reiterbogen

Beschreibung:
Der Bau eines Reiterbogens kann bis zu 2 Jahren Bauzeit benötigen. Grund dieser langen Bauzeit ist nicht nur die Verwendung von Horn und Sehnen sondern auch das Trocknen des Holzes, sowie Ruheperioden zwischen den Laminierungs-Schritten. Der Vorteil der Verwendung von Horn und Sehnen besteht in ihrer höheren Fähigkeit, Energie zu speichern und sie wieder an den Pfeil abzugeben. Sie ermöglichen damit die sehr kompakte Recurve-Form des Reiterbogens. Das Horn übernimmt die Druckbelastung auf der Innenseite, also der dem Schützen zugewandten Seite, die Sehnenbündel die Zugbelastung auf der Außenseite. Zusammengehalten werden die Materialien durch Fischleim und Wicklungen aus Hanf, Flachs o.Ä.. Würde ein Bogen mit exakt der gleichen Form, wie die eines tuljamidischen Reiterbogens, nur aus Holz gefertigt, würde dieser sofort brechen.

Die Reiterbögen aus Tuljamid finden seit wenigen Jahrzehnten auch in Balora Anwendung, genauer gesagt in der embarischen Armee. Speziell dafür ausgebildete Streiter, teilweise von tuljamidischen Experten gelehrt, beherrschen inzwischen den Reiterbogen meisterhaft und können mit diesem mehr als tödliche Schüsse vollführen.

Waffendetails:
Zuggewicht: 75 Pfund
Reichweite: spezielle Pfeile 220-280 Meter

Waffenschaden:
Grundschaden eines Reiterbogens mit Stahlpfeilen: 1d4+9

Talentvoraussetzung:
Körperbeherrschung [Fortgeschrittener]

Reiterbogen.jpg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 15:53.

Cerwen
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Waffenindex - Kleine Stich- und Schnittwaffen

von Cerwen am 16.06.2017 19:57

Kleine Stich- und Schnittwaffen

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Metallen, wie diese den Waffenschaden im Vergleich zum Grundschaden beeinflussen und Details über die besonderen Eigenschaften der Metalle, findet ihr hier

Der Dolch

Beschreibung:
Der Dolch ist eine kurze mehrschneidige Stichwaffe mit meist symmetrischem Griff. Im Gegensatz zum Messer, das primär zum Schneiden ausgelegt ist, ist der Dolch als Stichwaffe konzipiert. Bei zweischneidigen Dolchen ist der Schneidenwinkel 1,69- bis 2-mal so groß wie bei einem einschneidigen Messer derselben Klingenbreite und -dicke. Aus diesem Grund sind Dolche tendenziell stumpfer als Messer; dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Schneidenwinkel kein allein entscheidendes Kriterium für die Schärfe einer Klinge ist.
Bei den Grundformen lassen sich Dolche grundsätzlich in zwei Formen unterscheiden: Zum einen solche mit linsen- oder rautenförmigem Querschnitt (mit oder ohne Hohlkehle) und zum anderen Dreikantklingen, jeweils mit, partiell oder ohne Hohlschliff. Erstere sind noch zum Schneiden geeignet, letztere sind stabiler und konnten gegen leichtere Rüstungstypen eingesetzt werden. In Niparan gibt es ein Äquivalent zum gemeinen Dolch, welcher Tanto genannt wird. Dieser hat die gleichen Werte wie ein typischer Dolch. 

Der Dolch ist die vermutlich am häufigsten eingesetzte Waffe in ganz Balora, da sie leicht zu verstecken, schnell und effektiv zu verwenden und recht billig herzustellen ist. Die meisten Soldaten führen Notfalldolche mit sich sollte die Hauptwaffe aus irgendeinem Grund nicht mehr zur Verwendung bereitstehen. Auch unter Dieben, Mördern, Piraten und anderem Gesöcks ist der Dolch eine sehr verbreitete Waffe, da sie auch in engen Räumen ohne größere Probleme eingesetzt werden kann.


Waffendetails:
Gesamtlänge: 20-50cm, sehr variierend
Gewicht: Gering, sehr variierend

Waffenschaden:
Grundschaden eines Dolchs aus Stahl: 1d6+3

Talentvoraussetzung:
Keine

Dolch.jpg


 

Das Stilett

Beschreibung:
Ein Stilett ist eine Stichwaffe ähnlich des Dolchs, jedoch mit schlanker, sehr dünner und spitzer Klinge, zumeist mit einem dreieckigen Querschnitt. Sinn und Zweck der relativ schmalen, aber langen und stabilen Klinge ist es, möglichst wenig äußerlich sichtbaren Schaden wie z. B. erheblichen Blutfluss, wohl aber beträchtlichen, möglichst tödlichen, inneren Schaden anzurichten. Das Stilett ermöglicht es also, eher unauffällig zu töten, was das Entkommen des Täters begünstigt.
Das Stilett ist schlanker und kleiner als der herkömmliche Dolch, seine Parierstangen immer gerade und recht kurz. Sein hervorstechendstes Merkmal aber ist seine schmale, extrem steife Klinge, die einen drei- oder vierseitigen Querschnitt hat und nadelspitz ist.
Seine sehr stabile und spitze, keinesfalls aber scharfe Klinge ist bestens geeignet, Kettenhemden sowie kleine Spalten oder Lücken eines metallenen Harnischs zu durchdringen.

Das Stilett wird in den größeren Städten des Öfteren mal gesehen und ist bei Adeligen wie Auftragsmördern gleichermaßen in Mode. Das Stilett kann sehr gut getarnt getragen werden und seine Stiche sind zumeist sehr tödlich, jedoch selten von außen so schwerwiegend sichtbar dank der schmalen Klinge. Es ist die bevorzugte Waffe der meisten Attentäter. 

Waffendetails:
Gesamtlänge: 40cm, variierend
Gewicht: Gering, variierend

Waffenschaden:
Grundschaden eines Stiletts aus Stahl: 1d6+4

Talentvoraussetzung:
Keine
Stilett.jpg



Das Karambit

Beschreibung:
Das Karambit ist eine Messerart, die zwar in Balora ursprünglich nicht heimisch ist, aber sich in den letzten Jahrhunderten immer größerer Beliebtheit freuen durfte. Typisch für das Karambit ist seine klauenförmige Klinge sowie der Ring am Ende der Waffe. Im Prinzip ist es eine stark verkleinerte Handsichel, welche starke Schnittschäden verursachen kann bei richtiger Ausführung.

Das Karambit ist unter Söldnern, Piraten und Dieben sehr beliebt und findet auf den Inseln von Ilé-Ilé als Zweitwaffe inzwischen sehr häufig Anwendung. Am Festland konnte sich das Karambit noch nicht sehr durchsetzen, jedoch bauen die ersten Söldnergruppierungen auch auf das Karambit statt einem Dolch als handliche Zweitwaffe. Ursprünglich kommt das Karambit aus Rastan, dem großen Dschungelkontinent aus dem Süden.

Waffendetails:
Gesamtlänge: 10cm, variierend
Gewicht: Gering, variierend

Waffenschaden:
Grundschaden eines Karambits aus Stahl: 1d6+3

Talentvoraussetzung:
Keine


Karambit.jpg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 15:07.

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Waldelf Einwohner Sahs Kampfbereit Rechtschaffen - Neutral

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Re: Waffenindex - Stumpfe Waffen

von Cerwen am 16.06.2017 15:16

Der Streitkolben

Beschreibung:
Der Streitkolben ist eine Weiterentwicklung der Keule und besteht aus einem metallenen oder hölzernen Schaft und einem meist symmetrischen Schlagkopf aus Stein oder Metall. Streitkolben gehören zu der Kategorie der Wuchtwaffen, da sie bei der Verwendung den Körper nicht penetrieren. Es gibt jedoch auch Streitkolben mit scharf zugeschliffenen Schlagblättern, die als Hiebwaffen klassifiziert werden, da sie bei ihrer Verwendung in den Körper eindringen.

Der Streitkolben ist bis heute eine sehr beliebte Waffe in den Armeen in Balora, da sie einerseits vergleichsweise billig herzustellen sind, und andererseits eine hohe Wirkung gegenüber schweren Rüstungen aufweisen. Sie finden Anwendung im embarischen Militär, welches sich gegen Ambra rüstet sowie bei manchen sahanischen Söldnern. Selten finden spezielle Streitkolben auch in Ambra Anwendung. 

Waffendetails:
Gesamtlänge: ca. 120cm
Gewicht: 1.5-2kg

Waffenschaden:
Grundschaden eines Streitkolbens aus Stahl: 1d8+6


Talentvoraussetzungen:
Körperkraft [Anfänger]

Streitkolben.jpg



 

Der Morgenstern

Beschreibung:
Die klassische Ausführung besteht aus einem bis zu 60 cm langen, kräftigen Holzstab als Griff, an dessen Ende der Kopf, meist aus Holz, aber auch Eisen, sitzt (etwa 8 bis 20 cm im Durchmesser). Dieser ist mit etwa 1 bis 5 cm langen Dornen besetzt, die ihm ein sternförmiges Aussehen verleihen. Oft war am unteren Ende des Griffs ein Faustriemen befestigt, der verhindern sollte, dass die Waffe im Kampfgetümmel verloren geht. Die Handhabung ist mit der eines Streithammers oder eines Beils zu vergleichen. Das Führen eines Morgensterns erfordert viel Kraft.

Der Morgenstern ist heute noch eine recht beliebte Waffe unter Söldnern, findet aber selten auch Anwendung in der embarischen Armee.

Waffendetails:
Gesamtlänge: 1-1.5m
Gewicht: 2.5-4kg

Waffenschaden:
Grundschaden eines Streitkolbens aus Stahl: 1d8+7

Talentvoraussetzungen:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Anfänger]


Morgenstern.jpg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 14:57.

Justitia
Gelöschter Benutzer

Verlautbarungen der Kirche des ersten Lichts

von Justitia am 15.06.2017 03:07

In tenebrae mundi

 

In der Dunkelheit der Welt war die Finsternis mächtig.

Doch allmächtig war nur das Licht. Mit seinen mächtigen Schein besiegte es die Finsternis und brachte den Geschöpfen dieser Welt seinen warmen Glanz.
Und mit der Herrschaft des Lichts kam auch die Ordnung in die Welt, um den umherirrenden Seelen Halt und Führung zu gewähren.
Doch auch wenn überall wo das Licht erstrahlt, die Finsternis vertrieben wird: Sie ist NICHT besiegt. Sie lauert in ihren dunklen Winkeln und greift um sich, sobald die Geschöpfe vom beleuchteten Weg abkommen.
Nein, wir sind weit davon entfernt, die Finsternis endgültig zu besiegen
Schlimmer noch: Das Licht schenkte uns die Ordnung und verwurzelte sie fest in uns, damit sie uns leite. Dennoch missachten wir die Ordnung in vielerlei Hinsicht: Wir lügen, wir stehlen, wir morden.
All diese Verbrechen gelten vor den Gerichten unserer Welt als schändlich, verwerflich und schlecht. Bestraft werden diejenigen, die derartige Untaten vergehen und es herrscht ein Konsens über die Rechtlichkeit dieser Behandlung.
Aber es gibt eine weitere Sünde, ebenfalls tief in den Geschöpfen des Lichts als abgrundtief böse verschrien:
Die Sodomie!

Fragt euch selbst, ihr treuen Gläubigen und auch ihr, ihr rechtschaffenen Bürger anderen Glaubens: Spieltet ihr je mit dem Gedanken, mit einem Tier zu verkehren? Euren Samen in eine Stute zu ergießen, oder einen Hengst selbiges bei euch tun zu lassen?
Mir, der Großinquisitorin der Kirche des ersten Lichts, die ich schon vielerlei Schändliches und Ekelerregendes gesehen habe, ja mir graut es bei dem Gedanken an eine solche Tat.
Sicher bin ich mit diesem Gefühl nicht allein, wenn ihr euch selbst ehrlich Rede und Antwort steht.
Dies muss so sein, denn schließlich verurteilen sämtliche eurer Verfassungen, erstellt von treuen Dienern eures Landes und gebilligt vom Volk, die Sodomie als Sünde und stellen es unter Strafe.
Ja, wer mit einem Tier verkehrt, handelt wider seiner Art, ganz gleich ob Mensch, Elf oder Zwerg. Selbst das Meervolk, welches vielerlei Gemeinsamkeiten mit den Fischen der Meere haben, lehnt eine Paarung mit gewöhnlichen Fischen ab.
Ein jedes Volk bejaht die Frage danach, ob diese Form des Geschlechtsakts widernatürlich, krankhaft und ekelerregend ist.
Nun herrscht ein Konsens darüber, wie diese Taten zu bewerten sind und doch:
Vor Ewigkeiten, als die Finsternis wieder erstarkte und um sich griff, verdarb sie eine Vielzahl von den Geschöpfen des Lichts und täuschte sie, dass sie die Auserwählten diverser Tiergötter seien, mit denen sie fruchtbar sein und sich mehren sollten.
Doch diese "Götter" waren nichts anderes als wilde Tiere, von der Finsternis mit der Kraft und dem Trieb ausgestattet, humanoide Frauen zu schwängern.
Und die Frucht dieser Verbindung waren die sündhaften Geschöpfe, die von der Bevölkerung nun "Tierwandler" genannt werden. Schlimmer noch, um das Licht zu verhöhnen verlieh die Finsternis diesen Abnormitäten die Fähigkeit zwischen den Hüllen ihrer Eltern zu wechseln, ja sogar eine Mischform, die wider jedwede Natur geartet ist.
Zu Recht erfüllt es euch treue Bürger mit Abscheu und Furcht, wenn sie diese sündhaften Wesen erblicken und ein jeder, der sich zur Verteidigung wappnet, tut recht daran.
Doch nun wird es aber auch unter euch glaubensferne Mitbürger geben, denen meine Worte bis jetzt nichts bedeuten, sondern keinen Makel an den Tierwandlern erkennen können und ja, das ist euer gutes Recht, denn es zeigt, dass auch euch das Licht berührt hat und mit erleuchtetem Geiste in die Welt blicken könnt. Nicht jedem mag das Licht den Weg des Glaubens offenbaren, doch auch der Weg der Vernunft ist von einem hellen Schein erfüllt, darum richte ich nun ein paar Worte der Logik an euch:
Was unterscheidet die Tiere von den humanoiden Geschöpfen des Lichts?
Der aufrechte Gang? Die Sprache? Die Kunst, Dinge zu erschaffen. Nein! Es gibt Tierarten, die diese Merkmale in abgeschwächten Formen ebenfalls besitzen. So kann ein Papagei mit euch ebenso kommunizieren, wie ihr untereinander.
Würde einer von euch aber einen Papagei als euch ebenbürtige Lebensform titulieren?
Natürlich nicht, denn der wahre Unterschied zwischen Tier und intelligenter Lebensform ist die Vernunft!

Ja, die Verknunft ist es, die euch von Kühen, Hunden und Hühnern unterscheidet. Sicher, all diese Geschöpfe treffen auf primitive Weise ihre Entscheidungen, doch hier finden wir das Gegenstück zur Vernunft: Die Triebhaftigkeit!
Entscheidet ein Wolf rational, ob er ein Reh jagt oder es ziehen lässt? Entscheidet der Hirsch, ob er sich vor einem Fuchs fürchtet?
Die Antwort ist ein klares Nein!
Weder Wolf noch Hirsch besitzen Vernunft, sondern folgen ihren Trieben und Instinkten. So mag ein Wolf einem Menschen gehorchen, wenn ihn dieser füttert, doch stirbt der Mensch, hätte der Wolf keine Skrupel, ihn als sein neues Futter zu sehen. Denn aus Vernunft würde Moral folgen. Ein Gespür dafür, was gut und was böse ist. Doch die Tiere besitzen keine Vernunft und folglich können sie auch keine Moral entwickeln. Ja, man kann ein Tier nicht mal guten Gewissens als skrupellos bezeichnen, denn dafür müsste es in der Lage sein, Tugend von Sünde unterscheiden zu können.
Der große Unterschied zwischen uns Geschöpfen des Lichts und den Tieren ist also die Unterscheidung zwischen Vernunft und daraus resultierender Moral gegenüber einer urteilslosen und amoralischen Triebhaftigkeit.
Wozu dienen nun diese Ausführungen, mag man sich fragen und die Erleuchtung steht euch nun kurz bevor:
Es ist allseits bekannt, dass Tierwandlern die Stärken ihrer tierischen Linie zu eigen ist. Die einen verfügen über enorme Stärke oder Geschwindigkeit, die nächsten sind zum Fliegen oder zur Atmung unter Wasser befähigt, wieder andere besitzen übernatürliche Sinnesorgane.
Doch betrachten wir das Zusammenspiel von Licht und Finsternis zu Beginn meiner Ausführungen:
"Wo Licht ist, ist auch Schatten"
Fernab von jeglicher religiöser Auslegung, so scheint es, gibt es das Grundgesetz unserer Welt, dass diese niemals zu einseitig ist und sich stets die Waage hält.
Kann nun also eine Verbindung zweier so verschiedener Arten zur Folge haben, dass diese nur die besten Eigenschaften ihrer Vorfahren vermittelt bekommen?
In meinen Augen widerspräche das den Grundgegebenheiten unserer Welt.
Selbst den engsten Freunden dieser abscheulichen Tierwandler, die sie als ihnen ebenbürtig ansehen, mag es bereits aufgefallen sein:

Wie ein jedes vernunftbegabtes Geschöpf besitzen auch sie die Schattenseiten dieser Existenz: Skrupellosigkeit, Sündhaftigkeit, Zorn, Scham und dergleichen sind auch ihnen zueigen. Sie haben also zweifellos die Makel ihrer humanoiden Wurzeln übernommen.
Warum nun sollte sich dies aber bei ihren tierischen Ursprüngen anders verhalten?
Aus rationaler Sicht erscheint es nur logisch, dass auch hier nicht nur die Stärken des tierischen Dasein vererbt wurden.
Die einzige logische Schlussfolgerung kann also lauten, dass den Tierwandlern auch die Triebhaftigkeit zueigen ist.
Diese Triebhaftigkeit spürt ihr, liebe Bürger, wenn ihr euch vor diesen Abnormitäten fürchtet oder ihnen skeptisch gegenübersteht. Tief in euch wisst ihr, dass ein Tier in ihnen schlummert, welches euch ähnlich wie der Wolf so lange aus der Hand frisst, bis ihr selbst die bessere Futteralternative seid.
Eure Vorbehalte sind daher berechtigt: Man KANN diesen Wesen nicht trauen. Zu oft schon sah ich Bluttaten ,begangen von Vertretern dieser Gattung, ähnlich brutal wie der wilde Angriff eines wilden Tieres.
Die Tierwandler sind eben nicht nur Menschen oder Elfen mit einer Tierform, sondern auch Tiere mit Menschenantlitz!
Aus diesem Grund können sie nun also auch nicht, als uns ebenbürtig und wohlgesonnen angesehen werden, denn das sind sie nicht!
Sie sind das Produkt einer widernatürlichen Vereinigung zwischen fehlgeleiteten Menschen und Elfen mit triebgesteuerten Tieren und auf ebendiese Weise müssen wir sie auch behandeln:
Als Abnormitäten, die unsere Ordnung verspotten und von dieser schönen lichterfüllten Welt getilgt werden müssen!

Aus diesem Grund erkläre ich Caesaria "Justitia" Celestine, Großinqisitorin der Kirche, bevollmächtigt durch Uriah Bartholomew Cassius, Patriarch der Kirche, Verteidiger des Glaubens und Hüter der Flamme von Udun, im Namen des Lichts die Rasse der Tierwandler zu Ketzern und Geschöpfen der Finsternis, die von Revaria verbannt werden muss.
Als einzig legitime Form der Läuterung dieser widernatürlichen Spezies ist allein die Läuterung durch Feuer als effektives Mittel erwiesen und so wird diese als einzige Form der Bestrafung anerkannt.
Ein jeder Bürger einer anderen Rasse, dem nachgewiesen werden kann, dass er den Abnormitäten Hilfe oder Zuflucht gewährt hat oder mit ihnen verkehrte, ohne sie der Inquisition zu melden, macht sich der Beihilfe zu Ketzerei und Vereitelung der Justiz schuldig und wird vor dem Gesetz gleich einem Wandler selbst gesehen.
Denn wer dem Licht folgt, wird durch das Licht erlöst und wer vor dem Licht flieht wird durch das Licht gerichtet!

gezeichnet:

Caesaria "Justitia" Celestine                                         Uriah Bartholomew Cassius
-------------------------------------------------------                      ----------------------------------------------
Großinquisitorin der Kirche des ersten Lichts                   Patriarch der Kirche des ersten Lichts

Antworten Zuletzt bearbeitet am 15.06.2017 03:13.

Cerwen
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Waffenindex - Stumpfe Waffen

von Cerwen am 13.06.2017 15:28

Stumpfe Waffen

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Metallen, wie diese den Waffenschaden im Vergleich zum Grundschaden beeinflussen und Details über die besonderen Eigenschaften der Metalle, findet ihr hier


Der Streithammer

Beschreibung:
Der Streithammer dient dazu, einen Gegner trotz Rüstung zu verwunden. Dabei bietet der Hammer grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder kann mit dem flachen Hammerkopf durch die Übertragung enormer Wucht die Rüstung eingedellt (bzw. einem ungerüsteten Menschen schlicht die Knochen gebrochen) werden, oder sie wird mit dem Schlagdorn durchstoßen. Im ersten Fall konnte ein schwer gepanzerter Gegner zwar mit Ausnahme von Kopftreffern nicht unbedingt gleich getötet werden, aber die stark eingedellte Rüstung nahm ihm Atem oder schränkte seine Beweglichkeit massiv ein. Zudem wurden oft Knochen und Rippen gebrochen, selbst wenn die Rüstung nicht durchdrungen wurde. Beim Durchstoßen mit dem Schlagdorn drang dieser je nach Größe der Waffe mehrere Zentimeter tief in den Körper ein und führte zu massiven Verletzungen. Zahlreiche Versuche haben belegt, dass auch ein dicker Plattenpanzer hier nur wenig Schutz bietet. Der Schlagdorn ist meist nach unten gebogen und bietet so die zusätzliche Möglichkeit, den Gegner umzureißen, nachdem man den Schlagdorn in ihm „verhakt" hat. Diese Variante des Einsatzes setzt sich durch, da hier kein so hoher Kraftaufwand vonnöten war. Schlagdorne sind so auch bei anderen Waffen wie Hellebarden zu finden.

Streithämmer für Reiter haben einen ca. 50 cm langen Schaft, an dem gegenüber der Hammerfläche noch ein nach unten gekrümmter Haken befestigt ist. Für den Kampf zu Fuß gibt es neben dieser einhändigen auch eine zweihändig zu führende Variante. Diese Waffen hatten eine Schaftlänge zwischen 150 und 200 cm und sind zusätzlich mit einer langen Eisenspitze ausgestattet.
Der effektive Einsatz eines Streit- bzw. Kriegshammers setzt große körperliche Kraft voraus. Entwickelt wurde die Waffe aus dem gewöhnlichen Hammer.

Der Streithammer ist eine sehr beliebte und oft genutzte Waffe in Ambra und wird in vielen Einheiten als Hauptwaffe sowohl einhändig als auch zweihändig genutzt. Auch als Statussymbol wird diese Waffe oft genutzt und schön verzierte Streithämmer sind oftmals Teil von Riten des ambraischen Gottes Vraccas, welcher in Monumenten auch oft mit einem Streithammer dargestellt wird.

Waffendetails:
Länge des Griffstücks: 150-175cm, die Zweihändige Variante kann bis zu 2.5 Meter lang werden
Material des Griffs: Meistens Holz
Gewicht: 3-7kg, im Falle von einem Metallgriff bis zu 14kg

Waffenschaden:
Grundschaden eines Streithammers aus Stahl: 1d8+8

Talentvoraussetzungen:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Anfänger]


Streithammer.jpg


 

 

Der Falkenschnabel

Beschreibung:
Der Falkenschnabel ist ein Kriegshammer, der meistens drei Merkmale besitzt: eine Hammerseite mit scharfen Kanten, einen gegenüberliegenden scharfen Haken (Schnabel) sowie eine Stoßspitze (auch Spießeisen) auf einem mindestens 150 cm langen Schaft.

Der Falkenschnabel ist das einzige hammerähnliche Instrument, welches auch außerhalb Ambras serienmäßig eingesetzt wird. So beispielsweise in der embarischen Armee in den Spezialeinheiten gegenüber der ambraischen Armee oftmals um deren Plattenpanzer zu brechen, aber auch manche Söldner in Sah tragen diese Waffe.

Waffendetails:
Länge des Griffstücks: 150cm+
Gesamtlänge: Bis zu 2.5 Metern
Material des Griffs: Meist Holz, selten Stahl
Gewicht: 2-6kg

Waffenschaden:
Grundschaden eines Falkenschnabels aus Stahl: 1d8+7


Talentvoraussetzungen:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Anfänger]

Falkenschnabel.jpg




 

Der Großkopfhammer

Beschreibung:
Der Großkopfhammer ist ebenso ein Streithammer, welcher sich durch sein kolossales Hammergewicht auszeichnet, welches symmetrisch an der Spitze angemacht ist. Dieser Hammer dient allen voran dazu, den Gegner mit harten und unbändigen Schlägen die Knochen zu brechen, selbst durch schwere Rüstungen und gegebenenfalls mit der Wucht des Aufpralls auch sogleich zu töten. Dabei zählt der Großkopfhammer zu einem der schwersten Waffen Baloras und gilt entsprechend schwer richtig einzusetzen, da es seine Zeit braucht um den Schlag auszuholen. Es gibt zwar auch eine einhändige Variante, aber die zweihändige Variante ist bei weitem beliebter auf Balora.

Der Großkopfhammer wurde allen voran im ambraischen Militär als Waffe eingesetzt, zumeist von den dortigen Frontkämpfern welche mit diesen kolossalen Waffen auch erschreckend wirkten.

Waffendetails:
Länge des Griffstücks: 1.5-1.75m
Material des Griffs: Meistes hartes Holz, selten auch Metall
Gewicht: 3-8kg, mit einem Stahlgriff bis zu 16kg

Waffenschaden:
Grundschaden für einen Großkopfhammer aus Stahl: 1d8+11

Talentvoraussetzungen:
Köperkraft [Meister]; Körperbeherrschung [Fortgeschrittener]


Grosskopfhammer.jpg

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 15:24.

Cerwen
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Re: Waffenindex - Stangenwaffen

von Cerwen am 12.06.2017 12:27

Die Gleve


Beschreibung:
Die Glefe ist eine Stangenwaffe mit einer Schlag- oder Hiebklinge in der Form eines Messers, Pallaschs oder Malchus mit konvexer Schneide auf einer  Stange. An der Rückseite der Klinge, später auch beidseitig einer Stichklinge, ist häufig ein Sporn zum Brechen von Rüstungen.

Die Glefe war allen voran bei den Palastwachen von König Tytes als sehr beliebte Stangenwaffe eingesetzt worden. Sonst wird sie in Balora eher wenig und nur recht vereinzelt verwendet.

Waffendetails:
Gesamtlänge: 2.4-3m
Material des Griffs: Holz mit Leder, Stahl, selten auch edlere Materialien
Gewicht: 2-2.5kg

Waffenschaden:
Grundschaden einer Gleve aus Stahl: 1d8+7

Talentvoraussetzung:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Anfänger]

Gleve.jpg

 



Der Dreizack

Beschreibung:
Der Dreizack ist eine in Balora recht antiquierte Stichwaffe, welche teilweise noch als Waffe, manchmal auch als Fischfanginstrument Verwendung findet. Meist besteht der Dreizack aus einer gabelförmigen Spitze mit drei Schneiden (Waffe) oder scharfen Widerhaken (Jagdwaffe) unterschiedlicher Länge. Der Dreizack selbst ist mit Hilfe einer Tülle an einem hölzernen Stab befestigt. Bei einigen Versionen ist dieser Stab auch gebogen.

Wie schon oben erwähnt wird der Dreizack selten eingesetzt und auch keine aktiven Armeen in Balora benutzen ihn als Waffe. Manche Söldner in Sah haben sich auf den Kampf mit dem Dreizack eingeschworen, doch diese sind zahlenmäßig sehr gering. Auch manche Fischer würden als Miliz vermutlich mit ihren Dreizacken kämpfen, wenn es so weit kommen würde.

Waffendetails:
Gesamtlänge: 2-2.5m
Material des Griffs: Holz mit Leder, Metall
Gewicht: 1.5-4kg

Waffenschaden:
Grundschaden eines Dreizacks aus Stahl: 1d8+8

Talentvoraussetzung:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Fortgeschrittener]



Dreizack.jpg

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 14:53.

Cerwen
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Waffenindex - Stangenwaffen

von Cerwen am 11.06.2017 03:00

Stangenwaffen

Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Metallen, wie diese den Waffenschaden im Vergleich zum Grundschaden beeinflussen und Details über die besonderen Eigenschaften der Metalle, findet ihr hier

Der Speer [Kurzspeer|Langspeer]

Beschreibung:
Der Speer ist eine zu den Stangenwaffen zählende Stichwaffe, die zum Stechen sehr gut geeignet ist. Es gibt verschiedene Versionen, die aus Stein, Knochen, Holz oder Metall bestehen.
An einer Stange, dem Schaft, ist eine Spitze (oft zweischneidige Klinge) aus unterschiedlichen Materialien (angespitzte Steine, Bronze, Hartholz, Knochen, Eisen, Stahl) angebracht. Sie sind normalerweise kürzer und leichter als Spieße.
In Niparan gibt es ein Äquivalent zum Langspeer, dieses nennt sich Yari und hat die gleichen Werte wie ein Langspeer. 

Kurzspeer wie Langspeer sind so gut wie nur zum Kämpfen und nicht zum werfen gedacht, für die Wurfwaffe siehe den Wurfspeer im Bereich Fernkampf. Sie gelten jedoch in Balora bereits als recht antiquitiert als Waffe und werden oftmals von Pike oder Hellebarde im Nahkampf oder Bogen und Armbrust im Fernkampf abgelöst.
Der linke, kleinere Schaden beschreibt den Schaden eines Kurzspeers während der rechte, größere Schaden bei einem Material den Schaden eines Langspeers beschreibt.

Waffendetails:
Gesamtlänge: 1.8-2.4m [Kurzspeer] | Bis zu 4m [Langspeer]
Material des Griffes: Holz, seltener Metalle oder Knochen
Gewicht: 1kg [Kurzspeer] | 2kg [Langspeer]

Waffenschaden:
Grundschaden eines Kurzspeers aus Stahl: 1d8+5
Grundschaden eines Langspeers aus Stahl: 1d8+7

Talentvoraussetzung:
Kurzspeer: Köperbeherrschung [Anfänger]
Langspeer: Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Anfänger]

Speer.jpg


 

Die Lanze
[Auch: Spieß]


Beschreibung:
Eine Lanze ist eine als Stichwaffe konzipierte Stangenwaffe, die im Normalfall über eine Spitze verfügt. Ebenso werden darunter von der Kavallerie verwendete Spieße verstanden. Die Gesamtlänge beträgt meist zwischen zwei und dreieinhalb Meter, spezielle Lanzentypen erreichen aber eine Länge von bis zu acht Metern. Der Schaft ist aus Holz oder in neuerer Zeit meist aus Stahlrohr gefertigt.

Die Lanze ist eine allen voran in Embaro noch durchaus gebräuchliche Waffen, nämlich für die – wie oben erwähnt – Kavallerie. Die meisten Kavallerieeinheiten Embaros besitzen als Primärwaffe einen Speer und als Sekundärwaffe zumeist einen Anderthalbhänder, mit denen sie beide umgehen können. Dadurch die die Lanze unersetzlich für die moderne Kriegsführung.

Waffendetails:
Gesamtlänge: 2.5-3m
Material des Griffs: variierend
Gewicht: 2-2.5kg

Waffenschaden:
Grundschaden einer Lanze aus Stahl: 1d8+7


Talentvoraussetzung:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Anfänger]


Lanze.png



 

Die Hellebarde

Beschreibung:
Die Hellebarde oder auch Helmbarte ist eine Mischform von Hieb- und Stichwaffe, die die Mannstoppwirkung eines Spießes mit der panzerbrechenden Wirkung der Axt kombiniert. Sie gehört zu den Stangenwaffen des Fußvolks.
Die Hellebarde hat eine breite („Beil", „Barte") und eine kurze Klinge („Haken") und am Ende eine spitz gearbeitete Klinge. Der hölzerne Schaft (Halm, Helm) besaß oft einen mehreckigen Querschnitt oder Lederwicklungen, um beim Hieb das Wegdrehen der Waffe in der Hand zu vermeiden. Der Übergangsbereich zwischen Klinge und Schaft wird seitlich mit Schaftfedern aus Metall verstärkt.

Eine Hellebarde eignet sich im Kampf gleichermaßen zum Schlagen, Stechen und Reißen. Vorteilhaft dabei ist, dass sich bei einem verfehlten oder abgewehrten Stich der Haken und das Beil hinter der gegnerischen Parade befinden und so von hinten in den Hals, den Rücken oder in die Beine gestochen werden kann. Sollte dies nicht gelingen, kann der Gegner durch die Reißbewegung eventuell aus dem Gleichgewicht gebracht und die Spitze für einen erneuten Angriff wieder vor dem Gegner positioniert werden.
Der Haken wird außerdem genutzt, um Reiter vom Pferd zu ziehen. Beil oder Haken kann dann zum Durchschlagen der Rüstung dienen. Besonders geeignet sind die meist scharfkantigen Rückseiten von Beilklinge und Haken, um die verletzlichen und kaum durch Rüstungsteile zu schützenden Beinsehnen der Pferde zu attackieren. Die Spitze kann ähnlich wie der Spieß in geschlossenen Formationen oder im Einzelkampf eingesetzt werden.
Der Schlagdorn der Hellebarde (hinter dem Beil) kann genutzt werden, um Gegnern den Helm und/oder den Schädel einzuschlagen und wirkt bei richtigem Einsatz panzerbrechend.

Die Hellebarde wird von vielen Söldnern in Sah verwendet und gilt dort als eine sehr beliebte Stangenwaffe. Auch in Embaro und sehr selten auch in Ambra findet sie Anwendung. Auch einst in Astora war die Hellebarde eine sehr beliebte Stangenwaffe und ihre vielseitige Wirkung ist bis heute auf der gesamten Welt bekannt.

Waffendetails:
Gesamtlänge: 2.5m
Material des Griffes: Holz mit Leder, manchmal auch Stahl
Gewicht: 1.5-3kg

Waffenschaden:
Grundschaden einer Hellebarde aus Stahl: 1d8+7

Talentvoraussetzung:
Körperkraft [Fortgeschrittener]; Körperbeherrschung [Anfänger]



Hellebarde.jpg




Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.01.2023 15:04.

John
Gelöschter Benutzer

Re: Seemansgarn

von John am 10.06.2017 01:12

Der folgende Text bezieht sich auf den gesuchten Charakter des Admirals Dael Achas. Es ist ein kleiner Einblick und Beispiel in seine Vorgeschichte und soll helfen den Charakter besser zu verstehen.

Die Nacht der Krähen

Wie ein schimmernder Fluss strömte die obere Schicht der Bevölkerung in das hell erleuchtete Opernhaus. Das warme Licht der Kerzen fiel aus den hohen Fenstern hinaus auf die Straße und malte wie ein alter Künstler sicher und geschickt die altbekannten Umrisse von Schatten auf den Staub des Pflasters. Schwere, verkrustete Stiefel polterten über den Boden. Das Wasser, das sich in den Pfützen wie ein schwarzer Tümpel gesammelt hatte, spritzte auf den Stoff von Hosen und Schuhen.
In der Ferne klirrte ein Fenster. Scherben fielen wie frischer Schnee hernieder, während der Klang des gebrochenen Glases in den ersten Tönen der Sängerin und des Orchesters unterging.
Der erste Akt ist wart beendet und das Publikum applaudierte großzügig der berühmten Dame in all ihrer Pracht. Die Sängerin verschwand wieder von der Bühne und der Vorhang fiel hinab. Die Stimmung hatte sich gelockert und Bedienstete verteilten kleine Köstlichkeiten und einen erfrischenden Tropfen, um für die nächste Vorführung das schaulustige Publikum zu stärken. In den oberen Rängen blickten mit gnädiger Miene die hohen Herren und Damen hinab und so manch ihrer Namen sind im Stein der Spender und Wohltäter des Opernhauses verewigt worden.
Doch keiner dieser Namen sollte in dieser Nacht zählen.
Der Vorhang öffnete sich erneut und der nächste Akt begann.
Unter dem Dach wie die Ratten verteilen sich die Männer, die sich Zugang in das Opernhaus verschafft haben. Die Waffen bereits in der Hand. Sie waren gekleidet in dunkle Kapuzen und Umhänge. Die Meisten dreckig und zerrissen. Unter verfilztem Haar blickten brutale, kleine Augen unter tief gerunzelten Stirnen hervor und nur leise entwich der Atem in zischenden Tönen. Sie wichen in dunklen Schatten zur Seite aus, wie die Vorhänge auf der Bühne dem schwarzen Schwan wichen.
Der Mann unter dem dunklen Gesindel, das sich am Dachboden tummelte, trat näher an eines der Löcher, um hinab zu spähen. Vor ihm tat sich der golden und rot schimmernde Saal auf. Die Juwelen der Damen blitzten, die Goldfäden in den Jacken der Herren schimmerten in Milliarden kleiner Sterne. Sie bildeten das völlige Gegenteil zu seiner abgetragenen Jacke voller Flicken. Doch heute war die Nacht der Nächte. Die Nächte seines größten Raubzuges. Er hatte Monatelang alles vorbereitet. Er lehnte die Stirn gegen das Holz und den Unterarm gegen die Wand. Seine farblos grauen Augen blickten eiskalt und leblos hinab. Jede Farbe schien aus seinem Gesicht gewichen zu sein. Seine harten Lippen pressten sich mit einem stets ironischen Zug aufeinander. Kaum merklich hoben sich seine Mundwinkel an und seine Lippen nahmen einen deutlich diabolischen Verlauf an.
Seit er ein Kind gewesen war, hatte er sich nichts Erhabeneres vorstellen können als das Theater und die Oper. Wie oft hatte er beobachtet, wie die feinen Damen und Herren eingezogen waren. Wie oft hatte er ihr freudiges Gelächter vernommen? Wie oft hatte er ihre glücklichen Gesichter gesehen, wenn sie das prunkvolle Gebäude wieder verlassen hatten?
Zu oft.
Zu oft hatte er es ertragen. Machtlos. Eifersüchtig. Gierig.
Wenn er Glück gehabt hatte, hatte einer Goldärsche ihm eine kleine Münze in die Dreck verkrustete Hand gedrückt und ihn dann aus dem Weg gestoßen wie einen räudigen Köter. Im Winter hatte es ihm des Öfteren sein Leben gerettet, wenn er die erbettelten Münzen gegen ein altes Leib trockenes Brot hatte eintauschen können. In den schlimmsten Nächten war ihm der farblose Kittel von den Schultern gerutscht, die Hose schon löchrig wie der köstlich duftende Käse auf dem Markt und seine Schuhe hatten die längste Zeit Sohlen gehabt. Und jeden Abend sah er die Wohlhabenden Pfeffersäcke mit ihren warmen Fellkrägen und gefütterten Kleidern an sich vorbei eilend. Wie purer Hohn war es ihm vorgekommen. Blanker, ätzender Hohn, der seine junge Seele vergiftete und auf fruchtbaren Boden fiel.
Er hatte gelernt zu überleben. Zu töten, zu stehlen und seine Opfer mit kleinen Tricks auszutricksen. Er hatte sich die kleinen Spielereien selbst bei gebracht. Abgeschaut von verschiedenen Straßenkünstlern, die an der Hafenstad kamen und gingen wie die Ebbe und die Flut.
Dann war er älter geworden, stärker und sein Verstand hatte an Schärfe gewonnen. Mit wachsender Übung und Geschick, kam mehr Geld in seine Taschen. Mehr Geld bedeutete mehr Nahrung und wärmere Kleidung. Grundbedürfnisse, die gedeckt, wahre Wunder bewirken konnten. Er war gewachsen, seine Muskeln hatten sich ausgebildet und er war mehr drahtig geworden. Seine Gestalt wurde einschüchternd, grimmig wie der Schatten des Rabenkönigs. Er mochte diesen Vergleich und er trug stolz sein schwarzes Haar offen und Rabenfedern an seinem Gürtel. Er wollte Angst und Furcht verbreiten. Der Ruf des Rabenkönigs unter diesen gläubigen Spinnern kam ihm dabei zu Gute. Er hatte begonnen mit einem der Rabenkulte Kontakt aufzunehmen und pflegte mittlerweile gute Handelsbeziehungen zu ihnen. Sie sicherten seinen Stand ab und mit ein paar geringen Opfern konnte er so an bessere Waffen und Männer gelangen. Was waren ein paar kleine Sklaven dagegen schon? Straßengören, heimatlos, schwach und in Masse vorhanden. Sie bekamen als Ware mehr Wert als ihnen zu stand und füllten seine Geldbörse auf. Da die Meisten nicht lange überlebten, musste er auch stets für mehr Nachschub sorgen. Ein gutes und lohnendes Geschäft, aber nur ein kleiner Teil seiner Einkünfte.
Die heutige Nacht würde seinen Ruf fördern und ihn mehr als berüchtigt machen. Man würde ihn ernsthaft jagen, aber er vertraute auf den Schutz des Rabenkönigs und sein eigenes Könnens. Seine Männer waren ihm treu und verschwiegen. Wer es nicht war, verlor seine Zunge und somit die Fähigkeit ihn zu verraten. Oder den Kopf. Er war nicht wählerisch. Nur gierig. Und gnadenlos mit Verrätern.
»Boss«, brummte einer seiner Männer, aber mit einem Zucken seines Zeigefingers ließ er die gesamte Horde schweigen. »Wir warten auf das Zeichen. Lass mich noch etwas schauen.«
Seit einer Ewigkeit wollte er in einem dieser Stühle sitzen und dem Schauspiel auf der Bühne zu sehen. Er wollte den guten Wein trinken, der Musik und den wohlgeformten Worten lauschen und alle anderen mit hochwohlgeborener Verachtung betrachten. Aber unter seinen Augen lagen nur dunkle Ringe, welche neben dem Schatten seiner hohen Wangenknochen den einzigen Farbkontrast in seinem Gesicht warfen. Eine Strähne löste sich aus seinem nach hinten geflochtenem Haar und gab ein spitzes Ohr frei. Er strich sie achtlos zurück und fand endlich mit dem starren Blick, was er suchte. Auf der Bühne fand eines der beliebtesten Stücke in der Geschichte Embaros statt. Auch er kannte sie. Oft genug hatte er den Erzählern und Priesterinnen gelauscht, die in den Straßen an die Waisenkinder Essen verteilt hatten. Es war eines der Märchen, die dem Schwanenprinzen zu geschrieben wurden. Sie wurden in allen großen Städten des Landes aufgeführt. Um zu bilden, zu unterhalten und zu lehren. Doch was konnten die reichen Säcke mit ihren goldenen Ärsche noch lernen? Sie waren satt und müde. Träge von ihrem guten Leben und vergaßen die Nachsicht.
Sie vergaßen die Lehren des schweren Lebens. Und doch kamen sie sogar aus Urda, um dieses Stück zu sehen. Der Schauspieler des schwarzen Schwans galt als der Beste seit Jahrhunderten. Seine Performance wurde überall gerühmt und die Mädchen aller Stände trugen seinen Namen auf der Zunge, während sie von ihm schwärmten. Er fand es lediglich zum Kotzen.
Und doch war da die Neugierde, geboren aus Neid, die ihn lauschen und sehen ließ. Die Stimme des schwarzen Schwans tönte wohl und klar, mächtig durch den Saal und durch die Architektur bis hinauf zur Decke. Alle Schauspieler auf der Bühne verblassten vor ihm, seine Darbietung überstrahlte die seiner Vorgänger und seine Präsenz stellte jeden in den Schatten. Selbst den hübschen blonden Schönling, der die Hauptrolle des Schwanenprinzen ergattert hatte.
Jeder in diesem Saal war gekommen um den schwarzen Schwan zu sehen.
Und er enttäuschte keinen. Selbst der Anführer der Krähen musste anerkennen, dass er überrascht und beeindruckt war. Er genoss es einige Momente lang einfach nur zu zuschauen bis er aus dem Augenwinkel ein Leuchten war nahm. Das Licht einer Lampe, die für das verabredete Signal an und abgedeckt wurde.
Das Spiel begann. Er setzte die Maske der Krähe auf und seine Männer taten es ihm nach.
Kurz darauf kroch Rauch unter die Sitze.
Die ersten Unruhen wurden laut und als die Masse begann in Panik zu geraten und getrieben wie Schlachtvieh in eine Richtung zu drängen, war alles bereit. Die wenigen Wachen der Oper lagen erstochen und erwürgt in den Gängen. Und wie Aasfresser stürzten sich die Raben von allen Seiten auf ihre Opfer. Es war verboten im Theater oder in der Oper eine Waffe bei sich zu tragen, wenn man nicht der Wache angehörte und so waren die Gäste leichte Opfer. Sie wurden zurück gedrängt, alle Ausgänge verriegelt und blockiert, die Luft wurde heiß und stickig.
Der illusionierte Rauch war nur ein kleiner Trick gewesen, um die Angst zu schüren und Chaos zu stiften. Einfach und effizient. Wie gut genährtes Vieh, dass sie in Wahrheit waren, trieben sie die Theatergäste zusammen und schlugen alles kurz und klein, was ihnen im Weg war. Ein Mann, der glaubte, den Helden zu markieren schlug der Anführer der Krähen so hart mit der Faust ins Gesicht, dass das Blut ihm aus der Nase spritzte, als sie brach. Sofort sackte der Mann zu Boden und wurde zu einem Hindernis, über dass die Damen in ihren weiten Röcken und mit ihren hohen Schuhen panisch stolperten.
Überall entstellte Gesichter vor Panik, Tränenmeere, hektisches Schluchzen und unkontrolliertes Zittern. Das war ein Anblick, der ihm gefiel. Das war ein wahres Spektakel! Seine Lippen verzogen sich zu einem selbstgerechten Grinsen. Zwischen purem boshaften Schlägen auf die wehrlosen Gäste und den ersten panischen Schreien von Edeldamen, die fort in eine dunkle Ecke gezogen wurden, wanderten Schmuck und Geldbörsen in die Taschen der Räuber.
Der Anführer der Krähen behielt den Überblick und beobachtete, wie man auch die höheren Ränge zu leeren begann. Alles lief nach Plan. Er würde nach dieser Nacht der mächtigste und reichste Mann der Unterwelt sein.
Er wandte den Kopf, als er sah wie der Schauspieler des Schwanenprinzen vor seine Füße gestoßen wurde. Der Schauspieler war noch ein halber Knabe. Wahrscheinlich war er nur durch sein engelhaftes Aussehen in diese Rolle geraten. Der Junge weinte wie ein kleines Kind mit großen, verschreckten Augen. Langweilig. Er trat ihm ins Gesicht und beobachtete wie er mit einem erstickten Laut zu Boden sackte. Hinter ihm wurde die restliche Stückbesetzung angetrieben. Die kühlen Augen des Krähenanführers wanderte über das Chaos.
Dann stockte er. Einer fehlte. Einer, der zuvor noch von jedem Augenpaar beobachtet worden war. Und nun war er fort, wie als hätte es ihn nie gegeben. Sein Instinkt warnte ihn, rumorte wie ein losgelassenes Tier. Es irrte sich nie. Auch dieses Mal nicht.
Mit einem Mal wurden Schreie laut, die anders waren. Ohne Angst. Nur Schmerz und Unglauben lag in ihnen. Er schreckte herum und sah mit einem Mal, wie sich unter seinen Männern eine große Lücke auftat. Mehrere lagen auf dem Boden. Blutend und bewusstlos. Und wie ein Schwan unter niederem Vogelvolk erhob sich ein Mann mit noch wehendem Umhang. Das Gewand war blau und schwarz wie die junge Nacht. Der Umhang senkte sich wieder über seine rechte Schulter. Die goldenen Zierringe an seinem Tuch klimperten spöttisch. Über dem hoch geschlossenen Kragen setzte sich der lange Schwanenhals fort bis es das markante Gesicht des Mannes erreichte. Es war das erste Mal, dass er ihn den schwarzen Schwan so nahe sah. Eine lange, gerade Nase, ein wohlproportioniertes Gesicht und klare sturmartige Augen, die den Anführer der Krähen unter spitz zulaufenden Augenbrauen fixierte. In diesem Blick las er etwas, das er ewig nicht gesehen hatte. Einen klugen, starken, widerspenstigen Geist.
Und Stolz. Einen so großen, verdammten Stolz und Selbstsicherheit, die er nie zuvor gesehen hatte. Statt dem tiefschwarzen Haar, dass der Anführer der Krähen besaß und das man auch dem schwarzen Schwan zu schrieb, hatte dessen Darsteller im warmen Licht der Lampen mehr dunkelbraune Haare. Satt und voll in der Farbe, die aus der Ferne durchaus als schwarz betrachtet werden konnten. Doch sie waren glatt und schimmernd wie die Tiara, die seine Stirn wie eine Krone schmückte. Der Stein in deren Mitte glich einem einzelnen Blutstropfen und der Stil war altelfisch. Vermutlich war sie ein Vermögen wert, aber man würde eher seine Hand verlieren, als an diese zu kommen.
Eine der Krähen griff ihn von hinten an und taumelte kurz darauf mit aufgeschnittener Kehle zurück. Das Blut spritzte wie eine Fontäne hervor und besudelte die Kleidung des schwarzen Schwans, der einfach weiter wütete.
Der Anführer der Krähen konnte nicht anders als erneut vor dieser Darbietung inne zu halten und zu beobachten. Die Kraft in jeder Bewegung. Die Schnelligkeit, der gestohlenen Klinge einer Krähe in der Hand des Schwans. Die Eleganz in jedem tödlichen Hieb.
Der Mann war kein Schwan. Er war ein Raubtier. Ein Raubvogel, den man entfesselt hatte und der wusste, was er tat. Der Anführer der Krähen hatte ihn einfach für einen dieser Söhne aus reichem Haus gehalten. Ein Adliger mit wohlklingendem Familienname, der für nichts arbeiten musste und dem alles in den Schoß fiel. Und doch kämpfte er nun wie ein Berserker und mähte eine Krähe nach der anderen nieder. Sein bloßes Erscheinen entzündete eine Flamme und vertrieb die Angst. Gäste griffen nach den zu Boden gefallenen Waffen und begannen sich zu wehren. Auch in den oberen Rängen wandte sich das Blatt. Ein Mann mit einem dunkelrotem Mantel und einem auffallendem Bart stieß einen der Räuber so heftig von sich, dass die Krähe durch das Holz der Brüstung berstete und sich beim Sturz das Genick lauthals brach. Der Mann rief dem Schauspieler etwas zu, das wie ein Name klang, bevor er sich ebenfalls eine Waffe nahm und den anderen Gäste in den oberen Rängen zu Hilfe kam. Man brauchte nicht lange hin zu sehen, als zu wissen, dass der ältere Mann, ein geübter Kämpfer und Veteran war.
Der Anführer der Krähen knirschte mit den Zähnen und griff nach seinem Schwert. Er brüllte Befehle und die Angst vor ihm trieb die Krähen wieder in geordnete Bahnen. Sie versuchten die Menge wieder unter Kontrolle zu bekommen, während sich ihr Anführer dem schwarzen Schwan entgegen stellte. Sie waren beide von großer Gestalt und im Chaos konnte er nicht sagen, wer größer oder stärker war. Zu viele Faktoren störten dieses Bild. Stattdessen preschte die erste der Krähen vor und vollführte blitzschnell einen frontalen Angriff. Der Schwan wehrte ihn ab.
Es war ein Abtasten. Ein erstes Kräftemessen und die kurze Überraschung in den graublauen Augen des Schwans verschaffte ihm einen Hauch Befriedigung. Der eingebildete Bastard hatte nicht damit gerechnet, dass ihm einer der Räuber an Stärke etwas entgegen setzen konnte. Doch als der schwarze Schwan mit einem Mal zu grinsen begann, überraschte es den Anführer der Krähen so sehr, dass er nicht Acht gab. Plötzlich stolperte er zurück und ein brennender Schmerz fuhr ihm von der rechten Schulter bis hinab zu linken Seite. Der Stoff sog sich augenblicklich mit Blut voll und seine Sicht trübte sich für einen Moment lang. Er sah nur noch diese Augen mit ihrem verfluchten hämischen, stolzen Blick.
Einer seiner Männer packte ihn an der unverletzten Schulter und schleifte ihn fort, während andere den Schwan beschäftigten.
Der Plan war gescheitert. Mit dieser Nacht wurde er berühmt und berüchtigt. Aber nicht, weil er erfolgreich gewesen war. Die Meisten seiner Männer entkamen, aber die Verluste waren hoch und ihr Gewinn reichte gerade aus, um diese zu decken.
Diese Nacht, die bekannt wurde, als die Nacht der Krähen, hinterließ nicht nur eine große Narbe auf seiner Brust zurück. Die wahre Wunde ging tiefer. Sie verfolgte ihn in seine fiebrigen Träume, ausgelöst durch den entzündeten Schnitt. Das Gesicht des Schwans blieb zurück in seinem Geist. Die graublauen Augen waren stets da, wenn er die seinen schloss.
Dieser stolze, selbstgerechte Blick. Diese Stärke. Die Macht. Der Reichtum. Alles was er wollte und hasste war vereint in diesem Mann.
Er wollte ihm alles nehmen. Er wollte Rache.
Er, die Krähe, wollte den schwarzen Schwan brechen sehen und ihm alle Federn ausreißen. Ihm seine Augen auspicken. Jeden Funken Stolz wollte er ihm entreißen und sich davon nähren.
Er wollte den schwarzen Schwan brechen sehen. Er würde erst zufrieden sein, wenn er dem Sinnbild seiner Gier, seines Neids und seines Hasses in die graublauen Augen blickte und sah wie der Blick in ihnen brach.
Für ein und allemal.

                                           Kraehe2.png

(Das Zeichen der Verbechergruppierung "Die Krähen". Man findet es oft an die Wände der gefährlichen Teile von Persepolos gepinselt. )

Antworten
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