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Cerwen
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Re: Dunkle Wasser - Die Todesmelodie der drei Inseln [07.03.2025 - *

von Cerwen am 22.03.2025 13:32

Teil 2
Datum des Events: 15.03.2025
Anwesende Teilnehmer: Yasuno, Anouk, Calynn, Elizabeth, Jiyu
Abwesende Teilnehmer: /
Teilnehmer auf Ersatzbank: Cicely, Zhaleh
Eventleiter: Max [Cerwen]
Dauer des Events: 4h
Besuchte Orte im Event: Insel Klasch, Insel Kloin

Zusammenfassung: 

Kaum hatten sie den schmalen Durchgang betreten, spürte jeder die klaustrophobische Enge, die jeden Schritt erschwerte und das Gefühl vermittelte, als wolle der Tunnel selbst seine Besucher gefangen nehmen. Yasuno, deren Blick schon von Anfang an starr nach vorne gerichtet war, bemerkte sarkastisch, wie extrem eng es hier zugeht, während Anouk – gewohnt an beengte Verhältnisse – mit einem leichten Spott ihre Erleichterung ausdrückte, dass sie sich nicht allein durchdrängen musste. Jiyu, die auf ihre magische Geschmeidigkeit vertraute, bahnte sich vorsichtig den Weg, barfuß und leise, und Calynn durchstreifte den Tunnel mit einer Mischung aus Neugier und pragmatischer Gelassenheit, stets den Boden untersuchend, als wolle sie einem Rätsel auf den Grund gehen.

Doch schon bald trübte ein unheilvolles Ereignis die anfängliche Erkundung: Vor Anouk tauchte plötzlich ein groteskes, humanoides Wesen auf, das aus dem trüben Wasser emporstieg. Sein Körper war von dünnen, lederartigen Membranen umhüllt, sein Gesicht eine glatte, gräuliche Fläche, und besonders markant waren die überlanggezogenen Finger, die bedrohlich auf die Abenteurer zustürmten. In der Enge des Tunnels blieb kaum Raum zum Ausweichen, sodass das Wesen Anouk direkt angriff. Mit gezücktem Schwert stürzte sich Anouk mutig in den Nahkampf, während die anderen gezwungen waren, aus der Distanz zu agieren – sei es mit Pistolen oder Magie –, um ein Zusammenstoßen zu vermeiden.

Der Kampf entwickelte sich so nach und nach. Zunächst erlebte Anouk, dass sie den ersten Schlag abwehren musste – ihr Schwert zappelte im Wasser, als sie einen Hieb parierte, während das Wesen mit einem langen Finger ihre Stimme raubte. Ein unheimliches Schweigen breitete sich aus, denn mit dem Finger an ihrem Mund verlor sie ihre Fähigkeit zu sprechen – eine Wirkung, die ihr zwei Stunden lang auferlegt werden sollte. Die anderen Gruppenmitglieder reagierten prompt: Jiyu zog ihre Flöte hervor und versuchte, mit klanglichen Signalen eine friedliche Kommunikation herzustellen, während Calynn mit ihrer Pistole geduldig wartete und Yasuno, die sich im Nahkampf beweisen wollte, mit scharfem Messerzug und gezielten Paraden den Angriffen entgegnete. Schnell zeichnete sich ab, dass das Wesen unter dem vereinten Angriff Schaden nahm: Anouks Hiebe rissen Finger ab, Yasunos doppelter Treffer trennte die rechte Hand ab, und Calynn setzte einen präzisen Kopfschuss, der das Ungetüm endgültig zu Boden brachte. Blut – oder vielmehr eine dickflüssige, schwarze, ölgleiche Substanz – sickerte aus den Wunden, während die Gruppe erleichtert aufatmete und das unheilvolle Wesen in Augenschein nahm.

Nachdem der Kampf beendet war, sammelte sich die Gruppe und folgte dem Tunnel, der sich schließlich in einen schroffen Ausgang öffnete. Vor ihnen lag eine unscheinbare Lagune, umsäumt von zerklüfteten Klippen und gesäumt von den Überresten zahlreicher Schiffswracks. Zwischen den knorrigen, von Wind zerfressenen Felsen und den halb abgestorbenen Palmen offenbarte sich das Bild einer vergessenen Welt. Besonders ins Auge stach das halb auf einer Riffkante hängende Handelsschiff „Aurora der Bleichen Möwen", dessen Rumpf von tiefen Wunden und Kratzspuren zeugte, als hätten sich einst verzweifelte Hände daran abgemüht, sich zu befreien.

Die Gruppe teilte sich auf: Während Jiyu und Calynn sich mutig dem Wrack näherten – Jiyu, die ins Wasser tauchte und das verfallene Schiff inspizierte, und Calynn, die vorsichtig auf dem morsch umherliegenden Deck kletterte –, zog Anouk in ein verlassenes Lager, das den Anschein eines ehemals besetzten Ortes machte. Dort fanden sich Spuren eines heftigen Kampfes: Versprengte Zelte, verbrannte Überreste und Stoffe, die von einer unheimlichen, öligen Substanz befleckt waren – dieselbe, die auch vom Wesen stammte. Inmitten des Trümmerfeldes entdeckte Anouk ein wasserfest versiegeltes Pergament, ein zerfleddertes Notizbuch und einen geheimnisvollen Kreidekreis, der auf ein misslungenes Ritual hindeutete. Die rätselhafte Notiz, die besagte: „Es ist nicht das Lied allein. Es ist die Stille zwischen den Noten", ließ vermuten, dass hier einst ein musikalisches Ritual gewagt wurde, dessen Fehlklang fatale Folgen hatte.

Zurück beim Schiff versammelten sich die Abenteurer erneut. Auf dem Deck der „Aurora der Bleichen Möwen" offenbarte sich ein gespenstisches Bild: Verwitterte Skelette, die stumm Zeugnis von einer vergangenen Tragödie ablegten, und verblasste Gravuren, die den Namen des Schiffes noch preisgaben. Ein beschädigter Zugang, versiegelt und blockiert, zog die Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich. Hinter der schweren Luke lag eine versiegelte Frachtkammer, die durch ein komplexes mechanisches und akustisches Schloss gesichert war. Drei große, in den Türrahmen eingelassene Scheiben, verziert mit rätselhaften Kreisen und Symbolen, mussten in einer bestimmten Reihenfolge gedreht werden. Ein kleiner, trichterförmiger Eingang in der Mitte schien dafür vorgesehen, einen präzisen Ton aufzunehmen – ein Klang, der das letzte Glied in einer akustischen Kette bildete.

In angespannter Abstimmung probierten die Abenteurer verschiedene musikalische Ansätze aus. Zuerst spielte Jiyu auf ihrer Flöte, der Ton vibrierte kurz, doch reichte nicht, um den Mechanismus vollständig zu aktivieren. Es fehlte eine zweite Frequenz, ein harmonischer Zusatz, der das System vervollständigen konnte. Elizabeth und die anderen brachten schließlich ein zweites Instrument ins Spiel, und gemeinsam erzeugten sie eine Klangkulisse, in der sich die Discs langsam in Position klickten. Ein tiefes, verzerrtes Knacken und das zittern der Scheiben kündigten an, dass der Mechanismus in Bewegung kam. Mit einem letzten, exakt abgestimmten Ton – ein Atemzug, gefolgt von einem sanften, aber bestimmten Klang – entriegelte sich die Tür, und ein kalter Luftzug entströmte dem Innern der versiegelten Kammer.

So öffnete sich der Weg in einen düsteren, geheimnisvollen Raum, in dem der Geruch von kaltem Metall, alten Träumen und vergangenem Leid lag. Das Dunkel, das sich dahinter erstreckte, war undurchdringlich und still – als hätte der Raum den Atem jahrzehntelanger Einsamkeit gespeichert. Mit diesem triumphalen, jedoch zugleich unheilvollen Erfolg endete der Abend. Die Gruppe stand nun an der Schwelle zu einem neuen Kapitel, wissend, dass die Geheimnisse, die in den Schatten der verlassenen Schiffe und in der Stille der Frachtkammer verborgen lagen, noch lange nicht vollständig entschlüsselt waren. Die Melodie, die einst falsch gespielt worden war, hallte in ihren Erinnerungen nach – ein leiser, bedrückender Vorbote künftiger Abenteuer in einer Welt, in der Musik und Stille gleichermaßen das Schicksal bestimmten.

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Cerwen
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Dunkle Wasser - Die Todesmelodie der drei Inseln [07.03.2025 - *

von Cerwen am 09.03.2025 11:45

Informationen:
Teil: 1
Datum des Events: 07.03.2025
Anwesende Teilnehmer: Yasuno, Anouk, Calynn, Elizabeth, Jiyu
Abwesende Teilnehmer: /
Teilnehmer auf Ersatzbank: Cicely, Zhaleh
Eventleiter: Max [Cerwen]
Dauer des Events: 4h
Besuchte Orte im Event: Kjata, Insel Klasch

Zusammenfassung:

Im Hafen von Kjata hat sich eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Abenteurern eingefunden, um auf Einladung des exzentrischen Kapitäns Esteban Vasquez de Montoro zu den gefürchteten Atollen Klasch, Kloin und Klumpatsch aufzubrechen. Ziel der Expedition ist es, das Geheimnis um zahlreiche Schiffe zu lüften, die in dieser Region spurlos verschwunden sind. Kapitän Vasquez, ein erfahrener Seemann aus Balsorra, segelt die Abenteurer mit seinem Schiff, der „Dama del Alba", in Richtung der unheilvollen Atolle. Schon bei der Abfahrt liegt eine bedrückende, düstere Stimmung über der Unternehmung.

Die Gruppe erreicht mit einem kleinen Beiboot schließlich die Insel Klasch, die laut Vasquez als einzige sicher genug ist, um dort überhaupt anlegen zu können. Bereits am Strand offenbart sich das Grauen, das die Insel umgibt: Zwischen hellen Sandstränden liegen verstreute Trümmer zahlreicher Schiffswracks. Etwas weiter landeinwärts ragen verwitterte Stelen aus dem Boden, welche seltsame und verstörende Gravuren zeigen—spiralförmige Muster, die an Schallwellen erinnern, und humanoide Figuren, die in einem seltsamen Tanz oder Ritual dargestellt sind.

Die Abenteurer erkunden daraufhin ein verlassenes Lager, das offenbar abrupt und panisch zurückgelassen wurde. Dort finden sie deutliche Hinweise auf die Handelsgesellschaft „Bleiche Möwe", eine Organisation, die vor rund 50 Jahren verschwunden ist und der illegale Aktivitäten nachgesagt werden. Besonders interessant ist ein Logbuch des Kapitäns Ludolf Varnholt, das unheimliche Vorkommnisse beschreibt: Varnholts Mannschaft war nach Klasch gekommen, verlor jedoch schnell mehrere Männer durch ein mysteriöses, möglicherweise melodisches Phänomen. Außerdem erwähnt Varnholt ein mysteriöses Artefakt, ein „Instrument", dem eine bedeutende Rolle bei den Ereignissen zukommt.

In unmittelbarer Nähe des Lagers finden sie zudem einen stark deformierten Toten, dessen Augen auf beunruhigende Weise entfernt wurden. In den Händen hält er eine groteske, offenbar nicht für Menschenhände gedachte Flöte, welche summende Vibrationen von sich gibt. Auf dem Instrument befinden sich dieselben seltsamen Gravuren wie auf den Inselstelen und zusätzlich die beunruhigenden Worte: „Es singt nicht für uns."

Bei weiteren Untersuchungen im Lager wird außerdem eine merkwürdige, kalte Metallkapsel entdeckt, die über einen unbekannten Mechanismus verfügt. Außerdem finden sie Karten und Notizen zu den drei Atollen: Klasch gilt als relativ sicherer Anlaufpunkt, während Kloin wegen des „singenden Wassers" berüchtigt ist und Klumpatsch von einer tiefer verborgenen, unbekannten Macht bewacht werden soll.

Auch Kapitän Vasquez warnte ausdrücklich vor einem unheimlichen Gesang, schlimmer als das Lied der Sirenen, dessen Quelle aber unbekannt ist. Die Wracks am Strand scheinen die Gefährlichkeit und Ernsthaftigkeit dieser Warnung zu bestätigen.
Im Zuge ihrer weiteren Erkundung folgen die Abenteurer Hinweisen ins Inselinnere und gelangen schließlich zu einer seltsam stillen, unnatürlich geformten Bucht im Norden der Insel. Elizabeth bemerkt dort Hinweise darauf, dass ein großes Objekt vom Strand in Richtung Wasser gezogen oder geschleift wurde, während Calynn eine ölige Schicht auf dem dunklen Wasser entdeckt und kurzerhand entzündet. Das darauf folgende beeindruckende Flammenspektakel reinigt die Wasseroberfläche und legt eine bisher verborgene Luke frei, die nur knapp unter Wasser verborgen lag.

Anouk öffnet diese Luke mit überraschender Leichtigkeit und offenbart einen engen, klaustrophobischen Gang, der offenbar künstlich geschaffen wurde und nach unten führt. Dabei strömt ihnen kalte, feuchte Luft entgegen, begleitet von einem mechanischen, leisen Klang, der von irgendwoher aus der Tiefe dringt. Jiyu, die bereits die Verbindung zwischen der Flöte, den Stelen und der rätselhaften Metallkapsel vermutet hatte, bekräftigt, dass möglicherweise eine alte, arkane Klangverzauberung von diesem Ort ausgeht. Die gesamte Gruppe ist überzeugt davon, dass dieses mysteriöse Phänomen und die gefundenen Artefakte miteinander zusammenhängen und womöglich zu einer längst vergessenen, nichtmenschlichen Kraft gehören könnten.
Die Abenteurer entschließen sich, dem Ursprung dieses Geheimnisses nachzugehen und steigen durch die Luke in die Tiefe hinab. Anouk, die eine entzündete Fackel trägt, geht voran, gefolgt von Elizabeth. Jiyu befindet sich in der sicheren Mitte, während Yasuno und Calynn die Gruppe nach hinten absichern.

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Re: Hörtet Ihr vom gelben Zeichen?

von Cerwen am 19.02.2025 13:06

Zusammenfassung eines Social Plays

Blut auf dem Marktplatz – Der Wille der Spinne
Anwesende Teilnehmer:
Kael'Rith, Lyrath, Dinah
Ort: Glimmerwacht, Marktplatz 

Die Straßen Glimmerwachts vibrierten unter den unzähligen Schritten der versammelten Menge. Der obere Marktplatz, Vel'Zyra'kael, pulsierte vor gespannter Erwartung. Zyrrhae Nur'Vass stand erhöht über dem schwarzen Basaltboden, eine lebendige Manifestation von Macht und Kontrolle. An diesem Tag sollte ein Exempel statuiert werden. Zwei Verräter – Alvyr Ssivarr und Kaelros Thra'Zirr – knieten blutend vor ihr, erschöpft, aber nicht völlig gebrochen.

Mit der Eleganz einer Raubspinne ließ sie ihren Blick über die Menge gleiten, ihre Worte schnitten durch die Stille. „Die Stimmen der Zweifelnden, die Stimmen derer, die glaubten, das Netz sei schwach." Sie trat an Alvyr heran, eine Frau, deren Hass in ihren Augen brannte, doch ihre Zunge war zu schwach, um ihren Feind zu verfluchen. Kaelros, einst ein stolzer Krieger, schaffte es noch zu lächeln – ein letzter Akt des Widerstands, bevor Zyrrhae das Zeichen gab.

Kaelrith, Kommandant des Spinnenstoßtrupps, vollstreckte das Urteil mit gnadenloser Präzision. Ein tiefer Schnitt beendete Alvyrs Existenz, ihr Körper sackte zusammen, während das Blut aus ihrer Kehle auf den Boden tropfte. Kaelros starb, wie es für einen Krieger am schändlichsten war: von hinten. Die gezackte Klinge durchbohrte sein Herz, zerriss seinen Stolz zusammen mit seinem Leben. Der Marktplatz schwieg – das Stocken des Atems, die dröhnende Stille, bevor sich das Geschehene in die Köpfe der Zuschauer fraß.

Zyrrhae trat vor, ihre Hände in das warme Blut tauchend, als wäre es heiliges Wasser. „Das erste Opfer, das neue Netz." Die Hohepriesterin Ythrella Nur'Vass schritt heran, ihre blutige Magie begann zu wirken. Das vergossene Leben sammelte sich, wob sich zu einem pulsierenden Herz aus Blut, einer lebendigen Essenz der Opfer. Die Bluthostie.

„Für die Spinne. Für die Tiefe. Für die Zukunft." Die Priesterin hob sie in die Höhe, ein Symbol des neuen Zeitalters. Alle, die ihre Treue beweisen wollten, sollten sie empfangen. Die ersten traten vor – mit Eifer, mit Furcht. Kaelrith kniete als Erster, empfing die Hostie mit stolzer Überzeugung. Andere folgten. Doch einige blieben stehen, beobachteten, zögerten.

Dinah, im Schatten der Zuschauer verborgen, wartete. Sie wusste nicht, ob sie den Bissen wagen sollte, ob sie sich binden wollte an das blutige Netz der Göttin. Lyrath, verborgen in der Dunkelheit, speicherte jedes Gesicht, jede Reaktion.

Dann brach die Ordnung.

Ein verzweifelter Dunkelelf zog einen Dolch und stieß ihn in einer ungeschickten, aber präzisen Bewegung nach Ythrellas Brust. Ein kritischer Treffer. Blut spritzte, ein Flüstern des Todes schien durch die Luft zu ziehen – doch bevor die Klinge tiefer eindringen konnte, verschwand die Hohepriesterin in Schatten und Nebel. Ein schwarzer Riss in der Realität schluckte sie, ließ nur ihre verzerrte Silhouette zurück.

Die Menge erstarrte. Zyrrhaes Augen weiteten sich, das makellose Bild der unantastbaren Herrin zeigte einen kurzen Riss. „Hol ihn dir!" zischte sie Kaelrith entgegen.

Der Kommandant gehorchte ohne zu zögern. Mit einem einzigen, brutalen Schwung hieb er dem Verräter den Arm ab. Der Schrei hallte durch den Platz, das Blut dampfte auf dem kalten Stein. Kaelrith packte ihn am Schopf, riss seinen zitternden Körper hoch. „Ins Verlies. Er stirbt erst, wenn ich es befehle."

Die Ordnung kehrte mit kalter Effizienz zurück. Der Marktplatz wurde abgeriegelt, Soldaten stellten sich an den Ausgängen auf. Jene, die die Hostie nicht empfangen hatten, wurden in die Mitte gedrängt. Unter ihnen Dinah und Lyrath.

Zyrrhae trat vor, ihre Stimme war wieder gefasst, kühl, unnachgiebig. „Jene, die meine Gabe empfangen haben, sind rein. Die anderen? Sie werden geprüft."

Die Verdächtigen wurden durchsucht – mit kalter, systematischer Präzision. Lyrath, lächelnd, ließ es geschehen, seine violetten Augen voller Ironie. Dinah ertrug es schweigend, ihre Hände krampften sich um ihre Habseligkeiten, als ihre Tasche auf dem Boden ausgekippt wurde.

„Worte alleine befreien euch nicht vom Verdacht." Kaelrith musterte Lyrath mit kühler Strenge. Der Mischling antwortete mit einem zynischen Lächeln. „Meine Attentate sind erfolgreich."

„Dann prüfen wir euch."

Zyrrhae trat an seine Seite, ein schmaler, kalter Ausdruck auf ihren Lippen. „Ihr werdet die Bluthostie annehmen. Dann sehen wir, wem ihr dient."

Die Menge begann sich aufzulösen, doch in den Augen der Anwesenden lag mehr als nur das Echo des Blutes. Etwas Tieferes hatte sich in den Straßen eingenistet – eine Spur, die nicht mit Dolchen zu durchtrennen war.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.02.2025 13:07.

Cerwen
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Re: Der Avatar im Netz [24.11.24 - *]

von Cerwen am 22.01.2025 09:54

Der Avatar im Netz - Teil 5

Datum: 21.01.2025
Anwesende Teilnehmer: Nanashi, Maiha, Naekas
Abwesende Teilnehmer: Kemuri, Ezlyn 

Plot: 


Die Gruppe ging weiter durch das Reich der Mutter, fanden dort einen großen Wachturm vor, den sie besser mieden und stießen auf eine steinerne Struktur, eine Art Haus, welches im Moment unbewacht schien. Sie öffneten die klapprige Tür aus schwerem Stein mit Mühe und etwas schmerzenden Muskeln geöffnet hatte, fanden sie sich in einem überraschend hell erleuchteten Gang wieder. Die Fackeln, die Maiha zunächst für magisch gehalten hatte, entpuppten sich als simple Öllaternen, deren warmes Licht einen eigentümlichen Kontrast zur düsteren Umgebung bot. Vorsichtig schritten sie voran, aufmerksam auf jedes Geräusch achtend, bis sie am Ende des Ganges eine weitere Tür entdeckten. Diese gab, zu Nanashis Erleichterung, ohne weitere Kraftanstrengung nach und offenbarte einen weiteren Raum.

Die Gruppe stand in einer weitläufigen Bibliothek, gefüllt mit hohen Regalen aus dunklem Holz, die akribisch geordnet waren. Aufgereiht standen hier Bücher, deren Titel die unterschiedlichsten Bereiche abdeckten. Von düsteren Ritualen und Geheimnissen der Mutter über dunkelelfische Praktiken bis hin zu grotesken Studien über Anatomie und Transformation. Ein letzter Bereich, dessen Platzierung ebenso unerwartet wie verstörend wirkte, befasste sich mit sexuellen und okkulten Machtstrukturen, die den Vorrang einer matriarchalen Ordnung verherrlichten.

Nanashi, die diese makabere Sammlung zunächst mit unbeeindruckter Miene durchstreifte, begann systematisch, Bücher über die Seele und deren Manipulation zu sichten. Dabei fiel ihr Blick auf „Anatomie der Transformation", das er interessiert an sich nahm, sowie ein weiteres Buch über Magie, die das Verwelken verursachen konnte. Ihre ernste Miene ließ keinen Widerspruch zu, als sie Maiha aufforderte, ebenfalls ein Buch zu wählen, um die Gruppe nicht aufzuhalten.

Naekas, neugierig wie ein Schatten, griff sich hingegen „Das Erbe der Schatten", ein Werk über die Rituale der Dunkelelfen, sowie zwei Bücher aus der Rubrik der okkulten Praktiken. Für ihn war dieses Wissen eine wertvolle Investition, auch wenn die Themen düster und befremdlich wirkten.

Während die anderen sich auf die Bücher konzentrierten, blieb Maiha wachsam an der Tür und hielt nach möglichen Gefahren Ausschau. Doch die Ruhe war trügerisch, und das Gefühl, beobachtet zu werden, blieb präsent. Die Gruppe wusste, dass sie sich beeilen mussten, doch das Wissen in diesen Regalen könnte den Schlüssel zu ihrem Überleben darstellen. Mit gemischten Gefühlen und zunehmendem Druck setzten sie ihre Suche fort, während das Licht der Öllaternen die dunklen Geheimnisse um sie herum nur flackernd erhellte.

Indes wurden ihre Pläne erneut durch eine unerwartete Begegnung unterbrochen. Hinter einer zuvor verschlossenen Tür entdeckte Maiha eine Dunkelelfe namens Ilyvis, die sich als Archivarin und Forscherin des Hauses der Erneuerung vorstellte. Ilyvis, eine exzentrische Anima-Magierin, erklärte ihre Arbeit: groteske Experimente, die Fleisch und Magie miteinander verschmolzen, unterstützt von den Wachen der Mutter, die regelmäßig Material lieferten. Die Gruppe sondierte die Lage und versuchte, weitere Informationen über die Struktur und die Machenschaften des Hauses der Spinne zu sammeln.

Doch die Situation spitzte sich zu, als von außerhalb Schritte und Stimmen der Wachen zu hören waren. Unter wachsendem Druck begannen sie zu fliehen, wobei Nanashi und Maiha eine schwere Steintür öffneten, die in einen grotesken Raum führte: Ein gigantischer, stickig-warmer Blutsee erstreckte sich vor ihnen. Das widerwärtige Becken, gespeist von Schläuchen, die mit dem Kokon verbunden waren, verbreitete einen unerträglichen Gestank. Naekas, in gewohnt pragmatischer Manier, betätigte einen Mechanismus am Schlauch, um herauszufinden, ob sie dadurch entkommen könnten. Der Hebel kehrte den Fluss des Schlauches um, und ein mächtiger Sog begann, die Gruppe mitsamt dem Blut nach oben zu ziehen.

Nanashi, entschlossen, sich nicht den Plänen der Mutter zu beugen, rief die Kräfte ihrer Essenz an. Mit ihrer Klinge riss sie ein Portal in Raum und Zeit auf, um die Gruppe aus der misslichen Lage zu retten. Die Magie wirkte, aber mit unvorhergesehenen Konsequenzen: Während sie durch Zeit und Raum taumelten, sahen sie die wahre Gestalt des Kokons – eine gigantische, fleischige Masse mit einem schrecklichen, alles durchdringenden Auge. Eine hallende Stimme sprach von Neugier und deren Preis, bevor sie schließlich an ihrem ursprünglichen Ausgangspunkt landeten.

Blutüberströmt und schwer atmend bemerkten sie, dass Kemuri fehlte. Der Verlust und der schaurige Anblick des Kokons lasteten schwer auf der Gruppe. Nanashi, von der Magie ihrer Essenz erschöpft, schwor, Kemuri wiederzufinden. Doch die düstere Stimme des Kokons hallte noch immer in ihren Köpfen, ein ständiges Mahnmal dafür, dass jeder Schritt im Reich der Mutter einen hohen Preis fordern könnte.

SIE SIEHT EUCH. 


Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.01.2025 09:55.

Cerwen
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Re: Der Avatar im Netz [24.11.24 - *]

von Cerwen am 04.01.2025 12:00

Der Avatar im Netz - Teil 4 

Datum: 03.01.2025
Anwesende Teilnehmer: Nanashi, Ezlyn, Maiha, Kemuri, Naekas
Abwesende Teilnehmer:

Plot: 
Der nächste Teil der Geschichte setzt damit ein, dass unsere Heldengruppe durch einen unheimlichen Riss in eine düstere Höhle befördert wird. Der Übergang ist alles andere als sanft: Es fühlt sich an, als würden sie durch eine unsichtbare Barriere aus Fäden und Schatten gezogen, die an ihrer Seele zerrt. Kaum landen sie unsanft auf dem steinigen Boden, wird ihnen klar, dass dieser Ort eine Art verfallene Kultstätte ist. Alte Knochen und zerbrochene Waffen bedecken den Boden, während die Luft schwer nach Metall und längst vergossenem Blut riecht. Im Zentrum steht ein gesprungener Altar, dessen Energie noch schwach in der Luft spürbar ist.

Noch ehe die Gruppe richtig begreift, wo sie gelandet ist, gerät Ezlyn in die Fänge klebriger Spinnennetze. Plötzlich bricht ein Schwarm von Spinnen aus den Wänden und Decken hervor. Große und kleine Kreaturen, glühend von violettem Licht, stürmen auf die Eindringlinge zu. Was eben noch wie ein ruhiger, wenn auch gruseliger Raum wirkte, verwandelt sich in Sekundenschnelle in ein Schlachtfeld. Die Gruppe macht sich kampfbereit, aber die wahre Rettung kommt von Nanashi: Ihr Katana beginnt in einem tiefen Blau zu glühen. Ein lautes Summen erfüllt die Luft, ehe die Spinnen langsam zu Staub zerfallen und in blauen Partikeln vergehen. Diese plötzliche Manifestation einer unbekannten, aber mächtigen Magie rettet alle vor einem tödlichen Kampf.

Als sich die Aufregung legt und sie die herumliegenden Spinneneier meiden, beschließt die Gruppe, weiter in den Tiefen dieser Ebene zu forschen. Sie entdecken einen Gang, der in einen weitläufigen Bereich führt, der stark an eine archäologische Grabungsstätte erinnert. Zerbrochene Werkzeuge, halb eingestürzte Balken und merkwürdig geordnete Steinplatten deuten darauf hin, dass hier einst emsig gearbeitet wurde, bis etwas Gewaltiges alles in Chaos stürzte. Zwei imposante Statuen lenken die Aufmerksamkeit auf sich: eine humanoide Gestalt mit einem glühenden Stab und ein monströses Spinnenwesen, das in Flammen zu stehen scheint.

Nanashi erkennt in der Statue der Frau eine gewisse Kythera, die Legenden zufolge einst gegen die Mutter von Allem kämpfte. Ihr Stab soll in Wahrheit eine Art brennende Klinge gewesen sein, geeignet, die Fäden der Mutter zu durchtrennen. Die gegenüberliegende, flammenumhüllte Spinnenstatue scheint ebenfalls historisch bedeutsam zu sein und könnte auf eine frühe Schöpfung der Mutter hinweisen. Die Spannung im Raum steigt, als sie bemerken, dass frische Fackeln in gleichem Abstand an den Wänden brennen – doch niemand ist hier.

Kemuri nimmt die Sockel der Statuen genauer unter die Lupe und erspürt dort versteckte Mechanismen und magische Linien. Behutsam lässt sie ein wenig Magie einfließen, was die Statuen zum Leben zu erwecken scheint: Glühende Ornamente ziehen sich durch den Boden und formen einen Runenkreis in der Raummitte. Dadurch entsteht über einem tiefen Loch ein flackerndes, ovales Portal – jedoch instabil und unvollständig. Während Maiha mit Argusaugen potenzielle Fallen im Raum absucht, ist Ezlyn von all der Zauberei mehr genervt als fasziniert. Nanashi hingegen bleibt nüchtern und überlegt, ob man das Portal stabilisieren oder lieber sofort hindurchspringen sollte.

Derweil erkundet Nyx in seiner Schattenform einen angrenzenden Bereich. Er dringt spielend durch enge Spalten und findet einen verlassenen Raum mit Kokons und alten Schriftstücken. Er stibitzt einen Kodex, einige Schriftrollen und eine seltsame Steinstele. Alles landet schließlich in seiner „Schattentasche" und wird im Hauptraum auf den Boden entleert. Nanashi blättert kurz im Kodex, glaubt jedoch nicht recht an die darin erwähnte Sage, dass die Mutter ursprünglich wohlwollend gewesen sei. Kemuri beschwört eine magische Truhe, um die Funde sicher zu verstauen. Als Nyx schließlich einen leuchtenden Kokon genauer untersucht, fragt sich die Gruppe endgültig, was hinter all diesen Geheimnissen steckt.

Sie entschließen sich, das instabile Portal zu aktivieren, anstatt weitere Zeit zu verlieren. Mit einem Schub reiner Magie wird das Rauschen der Runen verstärkt, und das Portal stabilisiert sich zumindest für einen Moment. Alle nehmen Anlauf und springen. Der Übergang ist heftig: Die Welt verschwimmt, ein pulsierender Druck lastet auf ihren Köpfen, und es fühlt sich an, als würden sie sich endlos durch einen Tunnel aus Licht bewegen. Ezlyn, die ungeduldig vorstürmt, streift den Portalrand und erleidet einen scharfen Schmerz, bevor sie unsanft auf der anderen Seite landet.

Sie finden sich nun auf einem ungewöhnlichen, schwebenden Felsplateau wieder. Es ist überzogen mit einer Mischung aus seidigen Fäden und scharfen Kristallen, die jedes Licht in verzerrte Regenbogenmuster brechen. Nicht weit darunter pulsiert der gigantische Kokon, das Herz der Mutter von Allem, gehalten von zahllosen Fäden. Spinnen und deformierte, beinahe puppenhafte Wesen verrichten stumm ihre Arbeit. Die Atmosphäre ist bedrohlich, der Puls des Kokons in ihren Ohren beinahe ohrenbetäubend.

Zentral auf dem Plateau ragt eine verzerrte Spinnenstatue in den Himmel, in deren Klaue eine leuchtend gelbe Gemme pulsiert. Maiha, von unbändiger Neugier getrieben, ergreift diese Gemme – und hört eine verführerisch-bedrohliche Stimme in ihrem Kopf. Sie versucht ihr einzureden, sich mit dieser Essenz zu verbinden, um die Mutter zu stürzen. Doch Maiha sagt entschlossen „Nein". Sofort entlädt sich eine magische Schockwelle. Geblendet wird sie zurückgeschleudert und landet hart auf dem Felsboden. In ihrer Hand brennt nun ein fremdartiges Mal, das sich anfühlt wie Spinnenfäden und Dolch zugleich. Nanashi deutet an, sie selbst habe eine ähnliche Macht bereits angenommen, und zwischen den beiden knistert eine deutliche Spannung.

Trotz der Verletzungen und der aufgeladenen Situation beschließt die Gruppe, vorsichtig die wackelige, aus Knochensplittern und Netzen gefertigte Leiter hinabzusteigen. Unten erwartet sie das, was sie aus der Ferne bereits erahnen konnten: Metallisch-organische Spinnen, patrouillierende Dunkelelfen und hybride Krieger, die offenbar dazu da sind, den Kokon zu schützen und zu versorgen. Der Geruch ist eine Mischung aus Metall und Verwesung, während seltsam anmutende Maschinen gelbliche Fäden in den Kokon einspeisen.

Angesichts der überwältigenden Übermacht beschließt die Gruppe, dem offenen Kampf aus dem Weg zu gehen. Stattdessen schleichen sie sich an einem halb verborgenen Pfad entlang, mit dem Ziel, die Maschinen, die den Kokon am Leben erhalten, zu manipulieren oder zu sabotieren. Nanashi, Kemuri, Ezlyn, Maiha und Nyx sind sich einig, dass ein geschickter Angriff auf die Energiezufuhr effizienter sein könnte, als eine Schlacht gegen endlose Spinnenhorden.

Von weit oben, in einem massiven Turm aus schwarzem Kristall, scheinen die feindlichen Dunkelelfen jedes Detail zu überwachen. Die Gruppe ist sich bewusst, dass jeder Fehltritt ihr Ende bedeuten könnte. Doch nun, direkt unter dem riesigen, pulsierenden Kokon, gibt es kaum einen Weg zurück. Schritt für Schritt nähern sie sich ihrem Ziel. Noch wissen sie nicht, ob die Sabotage gelingt oder sie doch in einen gefährlichen Kampf hineingezogen werden. Eines ist jedoch sicher: Die Mutter ist ihnen näher als je zuvor, und jeder Atemzug in diesem Herzstück ihres Reiches könnte ihr letztes sein.

Die Legende der Kythera

Antworten Zuletzt bearbeitet am 04.01.2025 12:13.

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Beiträge: 234

Re: Der Avatar im Netz [24.11.24 - *]

von Cerwen am 16.12.2024 23:21

Der Avatar im Netz - Teil 3 

Datum: 16.12.24
Anwesende Teilnehmer: Nanashi, Ezlyn, Maiha, Kemuri, Naekas
Abwesende Teilnehmer: - 

Plot


Die Gruppe um Nanashi, Kemuri, Ezlyn, Maiha und Nyx befindet sich weiterhin in einer fremdartigen, schwerelosen Sphäre, in der kein fester Halt und keine vertrauten Regeln gelten. Umgeben von violett glimmenden Fragmenten, ruinenartigen Felsbrocken und einer unbestimmten Tiefe, versuchen sie, ihren Gegner zu lokalisieren: den Avatar der Mutter von allem, jener spinnenartigen Kreatur, die ihre Existenz zu verspotten scheint.

In der Schwerelosigkeit müssen sie kreativ werden, um sich zu bewegen. Einige stoßen sich an Felsen ab, andere lassen sich von ihren Gefährten werfen oder von Schattenranken ziehen. Trotz Erschwernissen gelingt es ihnen, den Avatar ausfindig zu machen. Ein harter Kampf entbrennt: Der Gegner ist mächtig, verfügt über ätherische Klauen und eine seltsame, fragmentierende Kraft, die ihre Körper und Seelen gleichermaßen belastet.

Nanashi nutzt ihre dunklen Zauber und Klingen, um die Kreatur zu schwächen. Ezlyn, anfangs verwirrt und wütend, wandelt ihren Zorn in wilde Angriffe. Kemuri unterstützt mit Heilmagie und schickt ihren Xorg, Terrar, ins Gefecht. Maiha kämpft verbissen, obwohl sie durch die Schwerelosigkeit benommen ist, und Nyx schleudert Schattenmagie, um den Avatar zu treffen. Dennoch erleiden sie alle Wunden – physischer und metaphysischer Art.

Trotz Rückschlägen und verfehlter Angriffe findet die Gruppe schließlich eine Schwachstelle im geisterhaften Körper des Avatars. Mit vereinten Kräften, gezielten Schlägen und Zaubern fügen sie der Kreatur schweren Schaden zu. Als der Avatar schließlich unter ihrem Ansturm nachgibt, gellt ein schrilles Kreischen durch die Sphäre. Sein Leibeswesen löst sich auf, zerrinnt zu unnatürlichem Nebel. Wo eben noch die Kreatur schwebte, reißt ein Spalt in der Realität auf. Ein seltsamer Sog, der nicht den Körper, sondern die Seele zu greifen scheint, lockt sie in eine tiefere Ebene dieser unheiligen Welt.

Dort, in der neuen Dimension, erblicken sie ihn: Einen gigantischen Kokon, eingerahmt von endlosen Fäden, pulsierend wie ein Herz. Der Boden aus seidiger Substanz wirkt lebendig, die Luft vibriert von flüsternden Stimmen, und entfernte Schatten scheinen Zeugen ihrer Ankunft zu sein. Es ist klar, dass dies nur ein weiterer Schritt auf ihrem dunklen Weg ist – die Mutter von allem erwartet sie, und sie wissen, dass die nächste Konfrontation noch weitaus größer, bedrohlicher und folgenreicher sein wird.

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Re: Der Avatar im Netz [24.11.24 - *]

von Cerwen am 01.12.2024 22:07

Der Avatar im Netz - Teil 2 

Datum: 1.12.2024
Anwesende Teilnehmer: Nanashi, Maiha, Kemuri, Naekas
Abwesende Teilnehmer: Ezlyn

Plot: 


Nanashi und ihre Gefährten – Kemuri, Nyx und Maiha – fanden sich in einer Welt wieder, die den Gesetzen Revarias trotzte. Die Realität um sie herum schien sich zu verzerren, und während sie versuchten, ihre Umgebung zu begreifen, erlebte jeder von ihnen eine persönliche Begegnung mit seinem jüngeren Selbst.

 

Kemuri stand in einem einst wunderschönen Garten in Niparan, der nun von blutgetränkten Leichen übersät war. Zwischen den blühenden Kirschbäumen sah sie ihr jüngeres Ich – ein kleines, weißhaariges Mädchen in einem blutbespritzten Kimono. Unerschrocken sezierte das Kind eine Leiche, entnahm Organe und legte sie ordnungsgemäß nebeneinander. Die ältere Kemuri näherte sich vorsichtig, und die beiden begannen ein intensives Gespräch über die Unterschiede zwischen den Organen verschiedener Rassen. Es war ein bizarrer Austausch von Wissen, geprägt von einer kalten Neugier, die beide teilten.

Nanashi erblickte am Ufer eines Flusses ein junges Mädchen – ihr früheres Ich. Das Mädchen trug ein Katana in der linken Hand und den Haarschmuck einer angehenden Priesterin. Mit schüchterner Stimme sprach es von seinem Wunsch, die Menschen im Tempel zu beschützen. Doch Nanashi begegnete ihr mit Verachtung und Spott. Als das Mädchen von dunklen Armen in die Tiefe gezogen wurde, blieb Nanashi regungslos, unfähig, ihr zu helfen. Ein seltenes Aufflackern von Weichheit huschte über ihr Gesicht, doch es war zu spät – die Vergangenheit konnte nicht verändert werden.

Nyx stand seinem jüngeren Selbst gegenüber – ein Junge in vornehmer Seide, ein Buch fest umklammert. Der Junge musterte den erwachsenen Nyx mit fragendem Blick, eine Mischung aus Neugier und leiser Enttäuschung. Es war, als würde er fragen: „Wie konnte es so weit kommen?" Nyx erkannte in den Augen des Kindes den unstillbaren Hunger nach Wissen, der sie beide verband. Mit einem zynischen Lächeln flüsterte er: „Du weißt, dass wir es immer schon so gewollt haben."

Maiha fand sich am Tempel ihrer Kindheit wieder, umgeben von blühenden Kirschbäumen, deren Blütenblätter sanft zu Boden segelten. Ihr jüngeres Ich spielte unbeschwert, doch als es die erwachsene Maiha erblickte, mischte sich Bewunderung mit Trauer in ihren Blick. Das Mädchen erkannte die Stärke, aber auch die Kälte, die die ältere Maiha ausstrahlte. In stummer Frage suchte es nach dem verlorenen Lächeln und fragte sich, ob dies der einzige Weg zur Stärke sein musste.

Als die Visionen verblassten, standen die vier wieder zusammen, doch Ezlyn war nirgends zu sehen. Sie befanden sich auf tiefvioletten Steinstrukturen, die sich unter ihren Füßen wie Wellen bewegten. Über ihnen spannte sich eine endlose Schwärze. In der Ferne entdeckten sie einen riesigen Kokon, eingesponnen in Farben, die es nicht geben sollte. Von ihm ging eine Macht aus, die alles überstieg, was sie bisher erlebt hatten.

Während sie sich dem Kokon näherten, geriet Terrar, Kemuris Xorg-Begleiter, in Schwierigkeiten. Er hatte sich in pulsierenden Fäden verfangen, die ihn festhielten und seine Kräfte schwächten. Nanashi nutzte ihre Magie, um die Fäden zu durchtrennen und Terrar zu befreien, doch der Xorg blieb erschöpft zurück. Kemuri war besorgt, doch es blieb keine Zeit zum Verweilen.

Plötzlich veränderte sich die Atmosphäre. Die Umgebung verdunkelte sich, und aus der Tiefe erhob sich ein gewaltiger Schatten – der Weber, eine gigantische spinnenartige Kreatur mit zahllosen Augen, die direkt in die Seelen der Gefährten zu blicken schienen. Seine Präsenz war erdrückend, die Luft schwer von magischer Energie. Ein unsichtbarer Sog zog sie zu ihm hin, verstärkt durch ihre eigene Magie.

Maiha erkannte die Gefahr und rief den anderen zu: Sie erkannte, dass der Sog in Wechselwirkung zu magischen Dingen und Personen stand. Sie sollten aus diesem raus, sollten die Fäden nicht berühren. An den Rändern des Raumes scheint des Lücken zugeben, dort sollten sie hin.  Sie wies darauf hin, dass sie von dort aus ihre Angriffe besser koordinieren könnten.

Nyx jedoch entschied sich für einen anderen Weg. Er nutzte seine Schattenmagie, um sich direkt auf den Weber zuzubewegen. Mit Hilfe von Scheramirs Schattengestalt verschmolz er mit den Schatten und näherte sich der Kreatur unbemerkt von hinten.

Nanashi packte Kemuri am Kragen und nutzte ihre Magie, um sie beide aus dem Sog zu befreien und zu einer der Buchten am Rand zu gelangen. Die Schwerelosigkeit nutzend, bewegten sie sich vorsichtig, um den gefährlichen Fäden auszuweichen.

Die Situation spitzte sich zu. Der Weber war eine Verkörperung der Macht der Mutter von Allem, und die Gefährten standen nun einer Bedrohung gegenüber, die ihre Kräfte weit überstieg. Die Atmosphäre war geladen, die Konfrontation unvermeidlich. Jeder von ihnen bereitete sich auf den bevorstehenden Kampf vor, bewusst, dass dies der Moment war, auf den sie so lange hingearbeitet hatten.

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Der Avatar im Netz [24.11.24 - 21.01.2025]

von Cerwen am 25.11.2024 11:13

Der Avatar im Netz - Teil 1

Datum: 24.11.24
Anwesende Teilnehmer: Nanashi, Ezlyn, Maiha, Kemuri, Naekas
Abwesende Teilnehmer: -

Plot:

Nanashi war fest entschlossen, die vorherige Niederlage gegen den "Avatar der Mutter von Allem" zu rächen. Sie versammelte ihre Gefährten Ezlyn, Kemuri, Nyx und später Maiha, um erneut in die unterirdischen Höhlen unter Brechwinkel vorzudringen. Die Stadt Brechwinkel selbst war von Anspannung erfüllt; ihre Bewohner bewaffneten sich aufgrund der Störungen durch die Kreaturen aus der Tiefe. Die Patrouillen der Yokuza wurden ignoriert, und so betrat die Gruppe erneut das verzweigte Höhlensystem, ihren vorherigen Pfad folgend.

Am Eingang der Höhle entdeckten sie Anzeichen jüngster Aktivitäten: ein noch schwach glimmendes Lagerfeuer und Überreste eines Lederrucksacks. Ezlyn, die ihre Spurenlesefähigkeiten einsetzte, schlussfolgerte, dass mindestens drei Personen kürzlich hier gewesen sein mussten – zwei mit deutlichen Fußabdrücken und eine dritte mit Sandalen oder ungewöhnlichen Füßen. Zudem bemerkte sie eine Schleifspur, möglicherweise verursacht von einer Waffe oder einem langen Gegenstand. Kemuri spürte durch ihren Xorg-Begleiter Terrar, dass eine kleine Patrouille vorbeigezogen sein könnte und dass die gesuchte Kreatur noch immer anwesend war.

Vor ihnen teilte sich der Weg in zwei Richtungen:

Der linke Tunnel: Ein enger Durchgang, erfüllt von pulsierenden violetten Kristallen, der steil abwärts führte. Ein unheimliches Flüstern drang aus der Tiefe, und die Luft schien elektrisch aufgeladen zu sein.

Der rechte Tunnel: Ein breiterer Gang mit einem fahlen Schimmer am Ende, dicht bedeckt mit Spinnweben, einige so dick wie Seile. Bewegungen huschten innerhalb der Netze, und ein Verwesungsgeruch erfüllte die Luft.

Trotz der unheilvollen Vorzeichen entschieden sie sich für den rechten Tunnel, angelockt von der Aussicht, einem Monster entgegenzutreten. Während sie voranschritten, wurde die Umgebung zunehmend beklemmender. Die Wände fühlten sich organisch an, bedeckt mit einer warmen, klebrigen Substanz, und die Luft wurde schwer vom Geruch des Todes. Nanashi spürte, wie die bedrückende Präsenz der Mutter intensiver wurde.

Als sie eine riesige Kammer betraten, offenbarte sich ihnen ein grotesker Anblick: Eine kolossale kristalline Spinnenstatue, fast zehn Meter hoch, dominierte den Raum. Ihre acht Augen glühten schwach, und zwischen ihren Beinen hing ein schimmernder Splitter, der an den Geisterkristall erinnerte, den Nanashi zuvor erlangt hatte. Der Boden war ein Geflecht aus leuchtenden Netzen, die auf ihre Bewegungen reagierten, und die Wände waren mit pulsierenden kristallinen Spinneneiern übersät – einige bereits geschlüpft, andere noch intakt. Zwischen den Eiern waren Runen und Symbole eingraviert, die unverständliche Worte flüsterten.

Ezlyns scharfe Sinne warnten die Gruppe vor verborgenen Gefahren: Der Boden war mit dünnen Fäden präpariert, die mit Kristallscherben verbunden waren und Fallen auslösen konnten. Verborgene Passagen wurden von Netzvorhängen verdeckt. Sie bemerkte auch Bewegungen über ihnen – eine mannsgroße, spinnenartige Kreatur mit einem humanoiden Kopf, die nahe der Decke lauerte.

Als die Kreatur mit einem durchdringenden Schrei herabstieg, bereitete sich die Gruppe auf den Kampf vor. Nanashi, Maiha, Ezlyn, Kemuri und Nyx koordinierten ihre Angriffe. Maiha führte mit beeindruckender Präzision Schläge mit ihrem Katana und Wakizashi aus und beschädigte die Beine der Spinne. Terrar, Kemuris treuer Xorg, biss kraftvoll zu und fügte der Kreatur erheblichen Schaden zu. Ezlyn und Nanashi versuchten ebenfalls anzugreifen, wurden jedoch durch die unvorhersehbaren Bewegungen des Wesens und den tückischen Untergrund behindert. 

Die Spinne schlug zurück und biss Ezlyn tief in die Schulter. Sie spürte nicht nur den stechenden Schmerz des Bisses, sondern auch das Brennen eines starken Giftes, das sich in ihrem Körper ausbreitete und sie zu lähmen drohte. Kemuri handelte rasch, setzte ihre Heilmagie ein, um das Gift zu neutralisieren und Ezlyns Wunden zu versorgen.

Von der Verletzung seiner Gefährtin aufgebracht, entfesselte Nyx nun seine volle Schattenmagie. Mit "Schattenfesseln" immobilisierte er die Spinne, indem er ihre Beine und Mandibeln umschlang. Mit der Kreatur in seinen Fesseln kanalisierte er einen mächtigen Schattenangriff, der ihr Auge durchbohrte und ihr den endgültigen Todesstoß versetzte.

Doch mit dem Tod der Spinne war die Gefahr nicht gebannt. Die Umgebung reagierte heftig: Die Decke begann bedrohlich zu knarren, und das Pulsieren der Spinnenstatue intensivierte sich. Nanashi erkannte, dass diese Statue ein weiterer Ankerpunkt für den Einfluss der Mutter war – eine direkte Verbindung zu ihrer Macht. Entschlossen, diese Verbindung zu durchtrennen, untersuchte sie die Runen und fasste einen kühnen Entschluss.

Ohne Rücksicht auf mögliche Risiken setzte Nanashi den "Griff der Zwischenwelt" ein, einen mächtigen Zauber, der in das Gefüge der Realität selbst eingreift. Sie zielte auf das Wesen über der Statue – eine gewaltige, unfertige spinnenartige Kreatur mit einem pulsierenden kristallinen Herzen. Ihr Zauber störte die Umgebung; die Runen begannen intensiv zu glühen, die kristallinen Netze rissen wie sprödes Glas.

Die Kreatur wurde gewaltsam von ihrem Platz gerissen und stürzte krachend zu Boden. Sie war verwundet, aber keineswegs besiegt. Schnell begann sie sich zu regenerieren, ihre Augen leuchteten mit unheilvoller Absicht. Nanashi trat ihr furchtlos entgegen, verspottete die Mutter und griff mit ihrem Katana an. Doch mit ihrem Schlag begann die Realität selbst zu erzittern und zu verzerren.

Eine tiefe Veränderung vollzog sich. Die Luft wurde schwer wie Blei, die Zeit schien zugleich zu stocken und zu rasen. Die Gruppe erlebte Visionen: Nanashi sah eine jüngere Version ihrer selbst – die Unschuld ihrer Vergangenheit, die nun wie ein ferner Traum erschien. Die Umgebung verwandelte sich in eine fremdartige Dimension, erfüllt von blauen Energiesäulen, die sich bis in die Unendlichkeit erstreckten. Der Boden unter ihren Füßen war nicht mehr fest, sondern bestand aus schimmernden Lichtsplittern, die bei jedem Schritt flackerten.

In dieser bizarren Welt bewegte sich die verwundete Kreatur mit erschreckender Leichtigkeit, als wäre sie hier in ihrem Element, gestärkt durch die fremde Energie dieses Ortes. Die Gruppe spürte die erdrückende Präsenz der Mutter nun stärker als je zuvor – ein kolossaler Schatten am Rande ihres Blickfeldes, ein unheilvolles Vorzeichen ihrer nahenden Konfrontation.

Isoliert in dieser verzerrten Landschaft schienen ihre Fähigkeiten verändert, ihre Sinne getäuscht. Bewegungen fühlten sich träge und zugleich unkontrolliert an, ihre Stimmen hallten endlos wider, als ob die Gesetze der Realität hier keine Gültigkeit mehr besaßen. Sie waren der Mutter von Allem so nahe wie noch nie, aber auch verletzlicher als je zuvor.

 

Antworten Zuletzt bearbeitet am 22.01.2025 09:55.

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Hörtet Ihr vom gelben Zeichen?

von Cerwen am 19.10.2024 18:56

Anbei finden ihr eine Zusammenfassung aller Social Plays und Events, die für diesen Eventstrang relevant sind. 

Hörtet Ihr vom gelben Zeichen? 
Es wäre gesunder, täter Ihr es nicht. 


Gelbes_Zeichen_2.png

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Re: Mythen der alten Dynastie [23.08.24 - *]

von Cerwen am 28.09.2024 10:23

Teil 5

Datum: 27.09.2024

Anwesende Teilnehmer: Zemira, Benjamin, Anouk, Runa
Abwesende Teilnehmer: -

Dauer: 4h 15min

Plot


Nach der Erkundung des Grabes von Aesha und dem unbekannten Erben wendet sich die Gruppe erneut an Runa, die nach langem Schweigen endlich wieder ansprechbar ist. Runa erkennt das Kind und die Blumen, die sorgfältig auf den kleinen Sarg gelegt wurden, und berichtet, dass diese Marian sehr wichtig waren. Die Gruppe vermutet, dass das Grab das seines eigenen Kindes sein könnte, das niemals einen Namen erhielt. Zudem verweist Runa auf ein goldenes Zepter, das einst ein Symbol von Marians Herrschaft war und das Marian vermutlich suchen könnte.

 

Die Gruppe beschließt, sich erneut das Grab von Jarlath Hiarntalos anzusehen, um herauszufinden, was es mit dem Zeichen über seinem Auge auf sich hat. Dort angekommen, helfen Benjamin und Zemira, den Sarg weiter zu öffnen, damit Runa ihre magischen Fähigkeiten einsetzen kann. Runa entdeckt einen magischen Anker im Sarg, der offenbar dazu dient, in eine andere Welt oder Zeit zu reisen. Anouk stellt fest, dass Marian den Sarg vor Kurzem geöffnet hat, was durch seine Handabdrücke erkennbar ist. Die Gruppe überlegt, wie sie Marian folgen und seine Absichten aufhalten können.

Runa erklärt den anderen, dass es möglich ist, durch den Anker zu reisen, allerdings mit einem gewissen Risiko. Gemeinsam beschließt die Gruppe, sich dem Abenteuer zu stellen. Sie bilden eine Kette, und Runa aktiviert den Anker. Nach einer kurzen, unwirklichen Reise landen sie in einer anderen Zeitlinie, wo sie sich erneut in der Krypta wiederfinden, die nun jedoch mit tausenden Kerzen erleuchtet ist. Jarlath liegt in diesem Zeitalter noch nicht verwest im Sarg, allerdings fehlen ihm seine Krone und das Zepter. Anouk und Runa erkennen, dass sie sich in der Vergangenheit befinden.

Die Spur von Marian führt die Gruppe zum Grab von Aesha und dem Kind. Dort treffen sie auf Marian, der in einen Monolog vertieft ist. Er offenbart, dass das Kind sein eigener Sohn war und Aesha seine große Liebe, die ihm den Mut gab, das Königreich zu gründen. Marian hat Jahrtausende damit verbracht, einen Weg zu finden, um seinen Sohn wiederzubeleben und den Fluch der Dornen rückgängig zu machen. Runa und Benjamin versuchen, Marian davon zu überzeugen, dass sein Vorhaben unvorhersehbare und katastrophale Folgen für die gesamte Welt haben könnte. Sie appellieren an seine Vernunft und schlagen vor, andere Wege zu finden, um mit dem Verlust umzugehen.

Marian ist hin- und hergerissen, zeigt sich aber schließlich offen für die Worte der Gruppe. Er erklärt, dass die Dornenkrone ein mächtiges Relikt ist, das ihm in der Vergangenheit verliehen wurde und das seither eine Flüsterstimme in seinem Kopf manifestiert hat. Diese Stimme scheint ihn zu manipulieren und anzutreiben. Die Dornenkrone wurde von den ersten Dornenfeen unter der Leitung einer mysteriösen Frau erschaffen, und es ist diese Stimme, die Marian dazu verleitet, alles zu versuchen, um seine Liebsten zurückzuholen.

Nachdem Runa und Benjamin es schaffen, Marian vorerst von seinem Plan abzubringen, erklärt er, dass er selbst Nachforschungen in Glimmerwacht anstellen wird, um herauszufinden, was es mit der Flüsterstimme auf sich hat. Marian ist bereit, die Gruppe zu kontaktieren, sollte er etwas herausfinden, und nimmt das Angebot der Gruppe an, ihm bei seiner Suche zu helfen. Bevor sie die Vergangenheit verlassen, erinnert Zemira Marian daran, seinem Sohn einen Namen zu geben, um inneren Frieden zu finden. Marian willigt ein und verabschiedet sich von der Gruppe.

Zurück in ihrer Zeit, sehen sie den Raum unverändert vor sich. Marian verabschiedet sich von der Leiche seiner treuen Gefährtin Elaindrah und macht sich auf den Weg nach Glimmerwacht, um Antworten zu finden. Er lässt die Gruppe wissen, dass die Familie der Dunkelelfe sicherlich nach Rache dürsten wird, warnt aber, dass seine Rache selbst nicht mehr zu befürchten sei. Die Gruppe verabschiedet sich und macht sich ebenfalls auf, um eigene Nachforschungen anzustellen und sich auf mögliche zukünftige Konflikte vorzubereiten.

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