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Auf der Suche nach dem falschen Licht [28.06.2026 – ?]
von Juana am 30.06.2026 09:32Informationen:
Teil: 1
Datum des Plays: 28.06.2026
Anwesende Teilnehmer: Basil, Farijika (NPC), Fulvia, Juana, Kayla, Kylie, Sora, Valeria, Yanara
Abwesende Teilnehmer: Irithyll, Reiras
Eventleiter: Max
Dauer des Events: 19:37 bis 23:38 Uhr
Besuchte Orte im Event: Hafen von Catajoz, Meerweg zwischen Ilé-Ilé und Nyth-Serapis, Südbucht von Nyth-Serapis
Zusammenfassung:
Nach Gesprächen mit dem Vizekönig der Inseln sowie mit Daphne selbst und ihrer Geliebten der Göttin haben die interessierten Spurensuche einen neuen Hinweis auf das fünfte Gesicht entdeckt. Daphne sprach von einer Insel im Südwesten, die nicht mehr zu der offiziellen Inselgruppe von Ilé-Ilé gehört, eine Insel der Himmelskundigen, an dem, so sagen alte Schriften, zumindest einst ein altes Observatorium stand. Heute ist die Insel, die nur noch manchmal auf Landkarten Nyth-Serapis genannt wird, offiziell verlassen.
Kein Leuchtturm, keine Burg, keine Tempelanlage befindet sich wohl auf dieser Insel. Es ist eine Insel aus dunklem Vulkanfelsen, steilen Küsten und einem ungewöhnlich hohen Zentralplateau. Dort sollen einst die Himmelskundigen der alten Tage gelebt haben, lange vor den großen Tempelanlagen Ilé-Ilés.
Wer würde sich wagen diese scheinbar verlassene Insel zu erkunden, auf die wohl seit Urzeiten niemand mehr zugesteuert ist, über die es so wenige aktuell Berichte gibt, obwohl sie so prominent zwischen Balora und dem Ringozean liegen sollte? Wer ist mutig genug zu entdecken, was einst verloren war, zu sehen, was sich nicht zeigen möchte?
Die zehnköpfige Abenteurergruppe findet sich an einem recht schönen Oktoberabend im Hafen von Catajoz, einer östlichen Stadt auf der größten Insel von Ilé-Ilé, ein, um sich bei der Kapitänin, die sie für die Überreise gebucht haben, vorzustellen.
Das Schiff der Halbmondfreibeuter, eine Baghlah mit dem Namen „Mahrazar", ist schwer zu übersehen, ist der Halbmond doch ein Zeichen, das auf Segeln, Flagge und auch dem Schiff selbst prangt. Nachdem die Gruppe sich untereinander kurz vorgestellt oder wiedergefunden hat – denn Fulvia, Irithyll, Valeria, sowie die Zwillinge Kylie und Kayla waren ja die, die überhaupt erst die Existenz von Nyth-Serapis entdeckt haben –, haben auch die geschäftigen Freibeuter die Gruppe des „Schnauz-Bart-Mannes" (Anm. gemeint ist Virrey Eduardo de la Santa Rosa) entdeckt.
Der erste Maat, Rostam Veyrani, begrüßt sie und während er sehr herzlich ist, stellt die Kapitänin erst einmal Regeln auf, wobei man bei Verstoß gegen diese eine augenblickliche Seebestattung bekommt. Während das Rauch-, Kotz- und Prügeleienverbot für alle akzeptabel ist, wendet Yanara ein, dass sie zwar ihr Gepäck aus Sicherheitsgründen zeigen werden, aber sie der Kapitänin über die Gegenstände keine Erklärung schuldig sind – und gerät damit direkt auf ihre schlechte Seite. Immerhin scheint die Tuljamidi Sora auf Anhieb sympathisch zu finden, wodurch das sicherlich wieder ausgeglichen ist.
Die Abenteurer beziehen so ihre Kajüten für die Nacht und kurz, nachdem sie in See stechen, beginnt schon ein leichter Nieselregen. Der Vorbote eines von Rostam bereits angekündigten Sturms, der sich um Mitternacht herum seinem Höhepunkt nährt.
Manche haben das Schiff erkundet, andere haben versucht zu schlafen, aber im Endeffekt finden sie sich auf Deck ein und werden unverzüglich klitschnass. Wie auch Farijika begeben sich die meisten eher Richtung Reling, um die Augen nach Gefahren im stürmischen Wasser abzusuchen. Mit kugelförmigen Blitzen, die immer wieder die Nacht erhellen, sollte es leichter sein, aber die beiden mit Dunkelsicht sind die ersten, die die Felsen, die direkt vor ihnen liegen, erkennen. Sora warnt auch augenblicklich alle anderen, woraufhin sich die Kapitänin auch direkt ans Steuerrad stellt und ihr geliebtes Schiff um die Felsen herum manövrieren will.
Sie schaffen es zwar, aber durch die abrupte Wendung werden die Landratten mit schlechter Körperbeherrschung offenbart und dürfen sich direkt einen Kuss von den Planken abholen. Immerhin segelt keiner der dreien vom Schiff und ernste Verletzungen hat niemand zu beklagen. Wie sie hätten enden können, zeigen die Wracks um die Felsen, die sie jetzt erkennen können, während sie alle zehn Sekunden ordentlich geblendet werden. Sie kommen dem Zentrum des Gewitters immer näher.
Farijika, die kurz zuvor noch alle gerettet hat, lässt nun das Steuer los und überlässt dem Meer und dem Wind es, ihnen den Kurs zu zeigen. Eine mutige Entscheidung, denn so fällt das Schiff schnell in Breitseite und auch wenn man dachte, es könne nicht noch besser werden, so wird ihr Weg von einer nach und nach durch die Absorption der Blitze wachsenden Sphäre blockiert, bereit, jeden, der passieren will ordentlich zu brutzeln. Das einzig Positive: jeder weiß jetzt, wie man sich an der Reling festhält.
Ob es der grüne Stern ist, von dem Irithyll gesprochen hat, wie Sora überlegt, oder etwas ganz anderes, es ist mächtig genug, um bei der ersten Berührung den Bug aufzureißen und einen Matrosen kurzzeitig noch zuckend zu Boden zu schicken.
Während Juana und Basil sich unter Deck in Sicherheit zu bringen versuchen und die Zwillinge in Deckung gehen, tun die anderen das beste, um die Kollision zu vermeiden: Farijika reißt das Steuer wieder an sich und versucht abzudrehen, Sora und Valeria greifen der Crew unter die Arme, Fulvia versucht zum einzigen Ziel zu werden und sich mit einer arkanen Barriere zu schützen, während Yanara plant, die Blitze anzuziehen und umzuleiten.
Dann erfolgt der Einschlag mit dem Ziel: Fulvia. Und Mast, Segel und Taue.
Die arkanmagischen Fähigkeiten der Markgräfin reichen nicht aus, um die Spannung zu negieren, aber Yanara ist gut darin, ALLE Blitze anzuziehen.
Nur das Umleiten geht gründlich schief und so ist sie in einem Moment noch der Einbildung erlegen, ihr Plan würde funktionieren, und im nächsten wird sie ordentlich durchgebraten. Das komplette grüne Innere der Sphäre fließt in ihren Körper, und lässt ihr Herz aussetzen, während kleine Blitze auf Personen und Metallteile in ihrer Nähe übergehen.
Dann ist das alles vorbei und Yanara fällt verkohlt auf die Planken, während der Rumpf sich mit Wasser zu beginnen füllt.
Die zwei, die zuvor eilig unter Deck gerannt sind, können so direkt wieder umdrehen. Das wird ihnen unverzüglich durch die Schreie nach dem Heiler mitgeteilt, der Basil ist. Der blonde Schönling Narzisst versucht, Yanara magisch zu stabilisieren, was nicht klappt, woraufhin er mit Kaylas gutem Vorbild daran erinnert wird, wie man auf die ursprüngliche Art Erste Hilfe leistet. Was gut ist, denn Kaylas Arme, verweigern ihr, die Herzdruckmassage ordentlich durchzuführen, aber sie kann die Beatmung übernehmen und so schaffen sie es, die waghalsige Frau von der Schwelle des Todes zurückzuholen. Anschließend beginnen sie mit dem Verarzten.
Derweil kann Juana mit Veränderungsmagie das Loch im Bug dürftig flicken, aber als sie das Wasser, das bereits ins Schiff eingedrungen ist, vaporisieren lassen möchte, kommt weniger als heiße Luft bei raus.
Kylie nutzt ihre Magie, um mit Gegenwind in die Segel, die das Schiff in rasanter Geschwindigkeit auf die kieselige Bucht zutreiben, eben das zu verhindern, will der Anker doch nicht helfen, und Farijika weißt ihre Crew an, gegenzurudern und die Taue festzuziehen, aber alles hilft nicht und so laufen sie auf.
Steine zerschrammen hörbar die Unterseite des Schiffes, aber es schiebt sich weiter nach vorne, bis es seitwärts in einer Mulde im Sand landet. Immerhin ist das Wasser nicht mehr tief genug, um das Schiff volllaufen zu lassen.
Im Licht der aufgehenden Sonne können die frisch Schiffbrüchigen erkennen, dass die felsige Insel, die sich vor ihnen erstreckt, weit größer ist, als das, was auf den Karten eingezeichnet ist. Unbewohntes und uneinsichtig hügeliges Land erstreckt sich vor ihnen, ein Fluss, der aus dem nahegelegenen Wald führt, ist die einzige Option, um sich nicht den steilen Klippen stellen zu müssen.
Der Hinweg ist also geschafft – nicht in bester Verfassung, aber irgendwie. Sie kamen sogar zur beabsichtigten Uhrzeit an, geschlafen haben sie nur alle nicht. Mit diesen Umständen bleibt ihnen aber nicht mehr möglich, als nach vorne zu gehen...

Farijika, stolze Kapitänin der Halbmondfreibeuter

Baghlah "Mahrazar"

Die geheimnisvolle Energiesphäre, die fast Yanaras Ende bedeutet hätte
Re: Die Rückkehr nach Mjirana [06.04 - ]
von Belle am 24.06.2026 20:29Teil: 5
Datum des Events: 23.06.2026
Anwesende Teilnehmer: Alexandra, Belle, Breonath, Irgaine, Keita
Abwesende Teilnehmer: Cornelia
Eventleiter: Domi [Seyper]
Dauer des Events: 4h
Besuchte Orte im Event: Mjirana – Verfluchte Insel der Tierwandler [Der Turm im See]
Plot
Kalinor ist Geschichte, nun, zumindest für den Moment – die Gruppe scheint indessen einen Augenblick des Durchatmens gut gebrauchen zu können. Dem einen wurde die Schulter zertrümmert, dem nächsten die Beine und auch die anderen scheinen auf ihre eigene Art und Weise mitgenommen. Während Keita alle wieder zusammenflickt die auf herkömmliche Weise geheilt werden können, trauert Alexandra ihrer Rüstung nach, welche sich nur noch schwermütig erheben kann. Ein schwerer Schlag für die junge Königin der erstmal kurz verdaut werden möchte. Belle hingegen beugt sich derweil den weißen Lilien entgegen und pflückt diese nach kurzen zögern durch sanfte Hand. Auch ein Breonath scheint sich langsam aber sicher wieder zu besinnen und scheint zu reflektieren. Warum habe er auf einmal diese zerstörerische Wut empfunden und danach gehandelt? Der Schock und die Verwirrung darüber scheinen ihm deutlich ins Gesicht geschrieben. Igraine ist jedoch kurzerhand anzutreffen und muntert ihren Freund und Mönch wieder auf. Während sich die Gruppe wieder sammelt, scheint Circe äußert unerfreut darüber wie sie schlussendlich mit Kalinor verfahren sind. Besonders eine Alexandra erregt sich über die unbedachte Wortwahl Circes und scheint ihr Kontra geben zu wollen, während es von einer Belle nur kurzgefasste Antworten und Blicke zu ernten gibt.
Die Gruppe entscheidet sich jedoch Circe einmal mehr Glauben zu schenken und ihr letztendlich zu folgen. Sie treten den Weg durch den Wald erneut an, Nebel umhüllt die Gruppe schneller als ihnen lieb ist, die Stimmung scheint zunehmend zu sinken. Circe, welche die Gruppe führt, bleibt schließlich stehen und mahnt die Anderen dazu sich die Ohren zuzuhalten. Dieser Anleitung kommen die Anwesenden schlussendlich nach, während die Newithanerin durch ihren Stab einen leuchtenden Schutzschild zu entfachen scheint. Dieses Licht...es scheint bekannt, mehrmals hat ihnen eine gewisse Lichtgestalt in Amenruth aus der Patsche geholfen, ob es nun doch Circe war, der dieser Ruhm zu Gute kommt? Die Anwesenden scheinen etwas gemäßigter in ihrer Art, denn vielleicht, aber nur vielleicht – war Circe wirklich auf ihrer Seite, im entferntesten Sinne. Um die Anwesenden drum herum verstärkt sich der Nebel immer weiter, klagende Rufe, Gewimmer und Geschluchzte werden auf einmal lauter. Dieses Mal kann nicht nur ein Breonath die verdammten Seelen vor sich erkennen, sondern auch der Rest der Gruppe. Die „Geister" werden immer mehr, immer lauter und vor allem, immer aufdringlicher. Sie sehnen sich nach den Lebenden, nach dem Unverdorbenen, doch die Gruppe scheint standhaft. Jeder von ihnen hat Kriege, Tod und Hunger erleben müssen, der eine mehr, der andere weniger – dennoch ist den Anwesenden mittlerweile ein dickes Fell gewachsen. Umso dröhnender die Klagerufe werden, umso schwerer scheint es für Circe ihren Schutzwall aufrecht erhalten zu können. Belle, welche genau hinter der Newithanerin geht, scheint dies nicht zu entgegen. Kurzerhand legt sich die fahle Hand der Ritterin auf die Schulter Circes um diese mit arkaner Magie zu unterstützen, was ihre Wegführerin auch sichtlich dankbar annimmt. Während Circe die Gruppe hier und da noch über die Todsünden, Sündlinge und Balsorraner aufklärt, scheint eine Person, sich dem Leid nicht länger entziehen zu können.
Eine Seele, eine Mutter, mit totem Säugling im Arm scheint sich an Alexandra dran geheftet zu haben. Sie jammert und weint bitterlich, bis die junge Königin endlich unter dem Gewicht ihrer Emotionen zusammenzubrechen scheint, sie möchte, nein sie muss ihr helfen. Alexandra droht den Schutzwall zu verlassen, den Stimmen zu folgen und dies tut sie auch. Sie streckt ihre Hand der verdammten Seele entgegen und sie berühren sich für einen Augenblick. Das Unheil bricht daraufhin über Alexandra schneller hinein als sie vielleicht verstehen kann. Ihr Arm verfärbt sich in Sekundenschnelle schwarz und platzt an einigen Stellen schmerzhaft mit Eiter versehen auf. Geistesgegenwärtig kann Igraine, unsere Retterin in der Not, Alexandra wieder zurück in das schützende Licht ziehen und sie somit aus den Fängen der verdammten Seelen befreien. Darauf scheint die Gruppe ohne weitere Zwischenfälle den Wald verlassen zu können, sehr zu Circes Wohlwollen, da diese am Ende ihrer Kräfte scheint.
Die Anwesenden können gar nicht glauben was sie vor sich erblicken, grün...grüne Bäume voller Laub und Leben – und dahinter? Der lang ersehnte Turm im See. Belle erkundigt sich zusammen mit Keita nach Alexandras wohlbehalten, es folgen einige Ratschläge und aufmunterte Worte, ehe sich die Gruppe wieder an Circe wendet. Diese scheint ihnen noch einiges erklären zu wollen, bis sie tatsächlich auf Argos treffen können. Die Gruppe ist sichtlich ungeduldig, aber nach all den Jahren? Kann es ihnen wohl niemand verübeln. Bevor Sie nun schließlich den Turm betreten können, stellt sich die leise Frage...und wie genau? Aber auch jene bleibt nicht unbeantwortet, türmt sich doch aus dem Wasser eine gewaltige Seeschlange auf, etwa die, die das Schiff der Gruppe hat kentern lassen? Laut Circe, nein, es handelt sich um ein Geschwisterpaar, Ophia und Ophis, die Wächter dieser Insel. Leider, wie auch die Gruppe es selbst schon am eigenen Leib erfahren musste, wurde auch Ophis von den Sündlingen berührt und scheint sich somit immer wieder in eine blinde Raserei zu begeben. Seine Schwester Ophia hofft nun auf jeden einzelnen der ihrem geliebten Bruder und der Insel selbst helfen kann. In dieser Hoffnung betritt der Orden der Versöhnung nun den Turm im See, auf das sie die verdammten Seelen, die Wächter und alle anderen Bewohner, sowie ihren Ordensgroßmeister von diesem Unheil befreien können.
Re: Die Rückkehr nach Mjirana [06.04 - ]
von Belle am 13.06.2026 20:10Datum des Events: 11.06.2026
Anwesende Teilnehmer: Alexandra, Belle, Breonath, Irgaine, Keita
Abwesende Teilnehmer: Cornelia
Eventleiter: Domi [Seyper]
Dauer des Events: 4h30min
Besuchte Orte im Event: Mjirana – Verfluchte Insel der Tierwandler [Wald des zerstörten Turms im See,
Unsere Helden stehen nun also mehr oder minder wieder vor der Entscheidung Circes Worten Glauben zu schenken. Eine wirkliche Wahl hat die Gruppe jedoch nicht, zu groß ist die Gefahr das Argos sich wirklich auf dieser Insel befindet und einmal mehr die Hilfe der Seinen benötigt. Die Gruppe rüstet sich entsprechend für den Kampf gegen Kalinor und während Belle trotz drängender Zeit zur Vorsicht mahnt, springt Breonath bereits wie ein wildgewordener in den Friedhain hinein. Nun, so hätte sich das auch geklärt, Alexandra, Igraine und auch Belle folgen schließlich – der Kampf beginnt. Schnell wird ihnen klar, wie mächtig ihr Gegner eigentlich ist, wuchtige Hiebe, Dornenranken die aus dem Boden sprießen und eine gewisse Macht die Helden zweifeln zu lassen, ganz auf ihre eigene Art und Weise. Eine weitere Fähigkeit des Wächters sich in die Gedanken der Spieler einzumischen? Sie zu beeinflussen? Oder spiegelte sich in den Herzen der Anwesenden doch etwas ganz und gar Anderes wieder? Allen voran Belle und Igraine scheinen immer wieder von ihren Angriffen abgehalten zu werden, sie erröten, driften mit den Gedanken ab und können nicht aufhören sich zu wundern, was verbirgt sich eigentlich unter jener Rüstung? Ein Mann, stark wie ein Fels und noch drei Mal so groß muss er mindestens sein! Breonath hingegen scheint ungehalten, fern ab der Natur jenes Mönches der Frieden predigt, schlägt er immer wieder auf den Koloss ein, Kratzer um Kratzer erscheint auf der stählernen Rüstung. Einen nachhaltigen Effekt, scheinen die Angriffe jedoch nicht zu besitzen. Alexandra und ihre Rüstung hingegen können mehr Schaden anrichten, der Wächter jault auf, Blut sickert durch die Öffnungen der Rüstung und zeigt so, in der Tat, befindet oder befand sich darunter einmal ein Sterblicher. Der Kampf geht seinen...nun nicht wirklich gewohnten Gang, aber er geht seinen Gang. Die Heilung unserer Helden stellt sich derweil nicht als ganz so einfach da, Keita hat dies bereits erkannt, handelt es sich hierbei jedoch um die gleichen Wunden welche Circe erleiden musste. Unfähig seinen Freunden in diesem Augenblick zu helfen, sieht er sich nach einem anderen Weg um.
Die Grabsteine, die Anhänger der Füchse welche auf ihnen ruhen, irgendeinen anderen Weg musste es doch geben! Denn wenn sie ehrlich sind, sieht der Kampf gegen Kalinor auf herkömmliche Weise nicht allzu prickelnd für sie aus. Keita probiert sein Glück, er schnappt sich einen der verschiedenen Fuchsanhänger und begeht somit wahrscheinlich die Anfangsstufe von Grabschändung. Der Wächter teilt diesen Gedanken sichtlich, brüllt er doch erbost auf und lässt sofort vom Rest der Gruppe ab, gewillt Keita um alles in der Welt zwischen die Finger zu bekommen. Igraine und Belle denken sich in diesem Augenblick wahrscheinlich, ''Das wäre gern ich'' bis sie Kopf schüttelnd wieder zu ihren Sinnen kommen. Der Kampf verlagert sich zwischen Keita und Kalinor immer wieder, ein Moment zum Verschnaufen für unsere Damen, doch nicht für Alexandra. Die junge Königin will einen Ausweg aus dieser aussichtlosen Lage finden und das so schnell wie möglich. So schnappt sie sich ebenfalls einen der vielen Fuchsanhänger und begibt sich zu dem begehrten Grab der weißen Lilien. Dann passiert es, sie bleibt stehen, dass Gefühl das ihr das angelegte Fuchsamulett den Hals abschnürt wird immer größer. Die Luft wird knapp, ihre Augen beginnen zu flackern und die Visionen setzen ein, lassen sie schließlich weinend und emotional überwältigt zurück. Bei den Gräbern handelt es sich um die Familie Kalinors, welche er zu beschützen versucht, etwas, was Belle und die anderen tief in ihren Herzen wohl bereits wussten.
Die Gewissheit lässt Belle dennoch aufgewühlt zurück, wütend gar, doch während Alexandra sich der Vision hingegeben hatte, hatte Belle das Fuchsamulett Kalinors in ihren Besitz gebracht. Sobald die fahlen Hände oder in diesem Fall, eine geschwärzte, das Amulett umgreifen kann, fasst sie einen Entschluss. Kalinor muss sich beruhigen, denn nur dann können sie ihm helfen, nur dann, kann Belle ihn zurück verwandeln. Zumindest hegt sie diesen Gedanken durch die Kraft der amenruthischen Priesterinnen wahr werden zu lassen. Kurzerhand verwandelt sich Belle daraufhin in das Schutztier dieses Ortes, den Fuchs selbst. Seelenruhig sitzt sie vor Kalinor, mustert ihn, hoffend, bangend, er würde innehalten und dies tut er. Wie in seinen Bewegungen erstarrt bewegt sich der Koloss auf Belle zu, begibt sich auf ein Knie und streckt sogar die behandschuhte Hand nach der Füchsin aus. „Ke...ara...." Die tiefe, verzerrte Stimme ertönt erneut aus dem Helm, hingebungsvoll der gegenüber die sein verfluchtes Wesen an seine einstige Geliebte erinnert. Zumindest gleicht sich diese Variante mit den Visionen Alexandras.
Sie greift das Amulett Kalinors aus Belles Maul und vergräbt es schließlich in dem Grab seiner Geliebten. Die beiden haben kaum einen Moment zu reagieren, da regnet Kalinors Zorn bereits auf sie nieder. Alexandras Rüstung zerschellt mit einem gewaltigen Schlag unter dem Stahl seines Schwertes, doch der Zauber ist noch nicht vollkommen. Schnell faltet Alexandra ihre Hände, Magie, tu was du willst, doch hilf uns in diesem Moment der Not. Die junge Königin scheint sich ihrer Kräfte meisterhaft zu bedienen, nun braucht es nur noch eines...einen....Moment...Geduld, den sie jedoch nicht haben. Die Ordensritterin scheint erschrocken, nicht wissend was nun passieren wird, doch sie kann den Weg auf Alexandra nicht freigegeben, Kalinor besitzt schließlich zwei Klingen. Welche er auch zu seinem vollem Potenzial zu benutzen vermag, wäre da nicht der heldenhafte Einsatz von Keita. Der stämmige Heiler springt vor die beiden Zauberinnen und hält dabei den größten Schaden, vor allem von Belle ab. Alexandra hingegen musste vorerst nicht nur ihre Rüstung hergeben, sondern auch ein gutes Stück ihrer Schulter.
Die Barriere um sie herum zerschellt und die Klinge reißt sich durch ihr Fleisch. Ein Ende des Angriffs scheint nicht in Sicht, erneut erheben sich die schweren Arme Kalinors, doch dann, dann scheinen die Früchte Alexandras Arbeit endlich zu erblühen. Ein schimmerndes Licht dringt durch die dichte Erde vor ihnen und bringt den Wächter zum Einhalten. Langsam aber sicher gräbt sich das Animakonstrukt aus der Erde, ein Fuchs aus Stein erscheint vor der Gruppe. Das Amulett direkt in seine Stirn eingefasst, mustern sich „Tier" und „Wächter" ergiebig. Man könnte meinen, man hätte etwas Gutes vollbracht, für die Gruppe allemal, doch der Wind trägt eine verräterische Stimme leise an Keitas Ohren heran. Das hämische Lachen des Advocatus Diaboli ist nicht zu überhören, auch wenn sie diesen „Kampf" für sich entschieden haben, so scheint wird jenem nichts Gutes folgen. Das Konstrukt derweil verweilt nicht lange an Ort und Stelle, sondern begibt sich zielgerichtet in den Wald hinter dem Friedhain. Kalinor folgt seiner einstigen Geliebten sogleich, die Gruppe in beklemmender Stille zurücklassend.
Re: Die Rückkehr nach Mjirana [06.04 - ]
von Belle am 05.06.2026 19:32Datum des Events: 01.06.2026
Anwesende Teilnehmer: Alexandra, Belle, Breonath, Irgaine, Keita
Abwesende Teilnehmer: Cornelia
Eventleiter: Domi [Seyper]
Dauer des Events: 4h
Besuchte Orte im Event: Mjirana – Verfluchte Insel der Tierwandler [Wald des zerstörten Turms im See,
Die Gruppe setzt ihren Weg einmal mehr per Adlerschwingen fort und überwindet den ominösen Spalt im Boden somit recht reibungslos. Auf der anderen Seite angekommen sehen sich die Anwesenden erst einmal um, nun, Keita braucht schließlich auch einen Augenblick um sich wieder in sittliche Kleider hüllen zu können. Igraines scharfe Sinne lassen sie einmal mehr aufhorchen als die anderen. Sie vernimmt etwas, ganz schwach und dennoch ohrenbetäubend. Kampfgeräusche? Kampfgetümmel sogar? Hier auf dieser toten Insel, in dieser Einöde? Natürlich will sich die Gruppe keineswegs eines unnötigen Kampfes hingeben, aber dennoch erinnert unter anderem Breonath an die Tugenden des Ordens. Es wird einmal mehr Zeit, zu helfen, wo das Zeug hält. Mit Igraine an der Spitze sputen sie sich in Richtung der Kampfgeräusche.
Sie stoßen schließlich auf weitere verdorrte Bäume, Brachland und eine riesige umgestürzte Eiche. Ein perfekter Sichtschutz möchte man meinen. Die Geduld unserer Helden wird jedoch sogleich auf die Probe gestellt, ertönt doch ein gequälter Schmerzensschrei der kaum zu überhören ist. Allen voran Alexandras gutes Herz scheint die kläglichen Geräusche kaum aushalten zu können. Die junge Königin ist indes einmal wieder schneller als die Vorsicht erlaubt. Weit kommt sie jedoch vorerst nicht, wird sie doch noch von Belle rechtzeitig geschnappt und zurückgehalten. Die erfahrene Ordensritterin mahnt zur Vorsicht, während die anderen ein kleines Sichtfenster im Baumstamm erspähen können. Schnell lässt sich somit erkennen, wer oder was genau diese Geräusche von sich gibt.
Ein Duell auf den Tod, so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Eine newithanische Frau hält sich wagemutig gegen einen riesigen Mann in einer stählernen Rüstung, dass Schwert beinahe noch größer als er selbst. Die Szenerie hinter den beiden, fast schon idyllisch? Zumindest für die Verhältnisse dieser verfluchten Insel. Es scheint eine Art Friedhain gewesen zu sein, umgeben von vielen Bäumen und noch mehr Gräbern. Schnell kann man jedoch den Ausgang des Duells erkennen, landet die junge Frau doch durch den nächsten Schwerthieb auf der anderen Seite des Friedhains. Spätestens als der stählerne Fremde nicht nachzulassen scheint, dass Schwert bis zum Anschlag gehoben, wissen unsere Helden – sie müssen intervenieren. Vielsagende Blicke werden unter unseren Helden ausgetauscht und so schickt Belle schneller Hand Igraine auf die Matte. Der Gong ertönt, auch wenn unsere Heldin es natürlich erst einmal mit versöhnlichen, aber dennoch mit Nachdruck behafteten Worten probiert. Während auch Keita und Breonath einer nach den anderen auf das Feld treten, scheint Hilfe vorerst...doch gar nicht nötig zu sein? Denn während Igraine sich für den Angriff rüstet, bleibt der Angreifer stehen – wie eingefroren und auf Kommando verschwindet er zurück auf den Friedhain und trauert? Sein Schwert vor einem der Grabmäler in die Erde gestoßen verweilt er an Ort und Stelle.
Unsere Helden werden einen Augenblick lang verblüfft von ihrem Gegner zurückgelassen, aber die Erleichterung überwiegt anschließend eindeutig. Die Gruppe versammelt sich schließlich um die am Boden liegende Frau, doch, die Stimmung scheint schnell zu kippen. Keita und allen voran Belle ist der Unmut deutlich anzusehen, als sie erkennen können, dass es sich bei der Frau um Circe handelt. Ist Circe doch diejenige die vor nun bereits Jahren mit ihrem Großmeister und Freund Argos verschwand, auf das man ihn bisher nie mehr wiedersah. Die Hilfsbereitschaft scheint geschwunden, Emotionen kochen über und doch waren sich alle sicher, man muss jene Frau heilen, hat sie schließlich das, was der Orden am meisten begehrt – Antworten über den Aufenthalt von Argos.
Keitas Versuche Circe zu heilen schlagen jedoch fehl, viel mehr noch – sie scheinen der Frau immense Schmerzen zuzufügen. Selbst Belle kann mit normalen Bandagen nicht weiterhelfen, auch hier, ein brennender Schimmer umrandet die Fleischwunde und intensiviert die Schmerzen der Newithanerin augenblicklich. Circe derweil wimmert immer wieder, eine Heilung sei nicht von Nöten und nicht das wichtigste in diesem Moment. Weiß sie einmal wieder mehr als die Gruppe es tut? Sie drängt darauf, Argos wäre in großer Gefahr und wenn sich unsere Helden nicht beeilen, hätten sie nie wieder die Chance ihren Großmeister zu sehen. Es geht einmal mehr um Leben und Tod. Zähneknirschend lauscht die Gruppe den Worten einer Frau, die sie nun bereits mehr als einmal für die eigenen Zwecke benutzt hat, doch welche Wahl haben sie? Circe deutet letztendlich auf den stählernen Ritter der den Friedhain zu bewachen scheint. Kalinor, so lautet sein Name – ein armes Individuum welches einen Pakt mit dem Advocatus Diaboli eingegangen ist und nun an diesen Ort gefesselt scheint. Das Grab, vor welchem er kniet, scheint andersartig, strahlend weiße Lilien bedecken sein Haupt und scheinen auch gleichzeitig der Schlüssel für Argos Rettung zu sein.
Während die Gruppe bereits zu rätseln beginnt, wie man diese Blumen ergattern könnte ohne den Wächter des Friedhains zu verärgern, gibt Circe schließlich nach einer guten Weile zum Besten, dass man einer Konfrontation nicht entgehen kann. Die Blumen scheinen nur dann zu erreichen zu sein, sobald man Kalinor von seinem Leid erlöst hat. Breonath und Belle scheinen sich schnell einig, der Weg scheint klar zu sein, denn es gibt nur den einen. Keita hingegen sieht einmal mehr rot als der Name des Advocatus fällt und scheint sich in seinen Worten und aufbrausenden Verhalten kaum halten zu können. Es werden noch einige Worte ausgetauscht, während Igraine sich die Umgebung und das Gestein noch einmal genauer ansieht, doch im Augenblick scheint die Gruppe nicht schlauer zu werden, als sie es bereit ist. Die Zeit drängt, wenn sie ihren Großmeister wiedersehen wollen.
SB-Auftrag - Retter in Not [31.05.2026]
von Valin am 01.06.2026 18:13Name des Events: Retter in Not
Informationen:
Teil: 1 (von 1)
Datum des Plays: 31.05.2026
Anwesende Teilnehmer: Luthien, Valin, Yasmina, Zemira
Abwesende Teilnehmer: /
Eventleiter: Ottilie
Dauer des Events: 19:30 bis 24 Uhr
Besuchte Orte im Event: zweiter Eingang zur verlassenen Mine, die verlassene Mine, Marktplatz vor dem Gasthaus „Zum schwarzen Schwan"
Zusammenfassung:
In den Straßen Froenyas suchen Eltern verzweifelt nach Helfern, um ihre drei Kinder William, Arabella und Dominik aus einer verlassenen Mine, in der die drei sich beim nachmittaglichen Spielen geschlichen haben, zu befreien. Der Eingang ist hinter ihnen nämlich eingestürzt und dazu gibt es schon längere Zeit Gerüchte von Monstern in der Höhle.
Es fand sich eine bunte Truppe aus einer Waldelfin, einer Professorin der Akademie und einem Baronenspross aus Embaro zusammen mit seiner neuen Lehrerin. Die Mutter gab der Gruppe Fackeln und bat sie aufgelöst, ihre Kinder zu retten. Nennenswerte Informationen, welche Monster da drinnen hausten und wie der Haupteingang eingestürzt ist, hatte sie allerdings nicht. Bei letzterem wäre es lediglich wahrscheinlich, dass es am morschen Holz lag.
Luthien allerdings stellte die Vermutung auf, dass die Monster das mehr oder minder absichtlich getan haben könnten und im ersten Raum der Mine, die sie durch einen wirklich nicht mehr gut in Stand gehaltenen weiteren Eingang (halb durch über Hindernisse kraxelnd) betreten hatten, war an einem Stützpfeiler so eine Kerbe, als habe etwas oder jemand dagegen geschlagen und ein Stück hinaus gebrochen. Eine sichere Annahme gab es aber: Möglichst nicht mit den Wänden und Stützpfeilern interagieren, wenn man nicht verschüttet werden wollte.
In der nach Verwesendem stinkenden Mine fand Yasmina Fußspuren, die weit zu groß für die Kinder, aber auch zu groß für Menschen waren. Diese führten wie auch der Gestank tiefer in die Mine hinein bis an eine Abzweigung: Rechts führten die Spuren weiter, aber von links kam der Verwesungsgeruch.
Einstimmig entschied sich die Gruppe, nach links zu gehen, kamen aus dem Gang doch auch Schnarchen und Schmatzen und eine Stimme, die möglicherweise Arabella gehörte. Der Weg war recht verworren, aber im Endeffekt kamen sie an eine erneute Gabelung, diesmal mit drei möglichen Wegen. Einer war völlig verschüttet, ein anderer führte tiefer in die Mine und aus dem anderen war ein schwaches Licht zu sehen.
Auch wenn sie sich nicht einig waren, ob jetzt die Kinder oder das Monstrum das Licht erzeugt hatten, beschlossen sie, dem Weg mit dem Licht zu folgen. Aber auch wenn die Vier versuchten, sich anzuschleichen, war das ein schweres Unterfangen, da der Weg nicht nur keine nennenswerten Verstecke hatte, sondern auch schon lange nicht mehr von Steinen oder anderen herumliegenden Objekten befreit wurde.
Die vier Wesen, die als Oger zu identifizieren waren, bestehend aus drei Ausgewachsenen, die bereits im Sitzen so groß wie die vier Retter waren, und einem Jüngeren, der schlechtere Waffen und Rüstung trug als die anderen. Drei von ihnen hatten von einem schon stark verwesten Hirsch gegessen, während der Letzte geschlafen hatte, bevor sie so rüde bei ihrem Festmahl unterbrochen wurden.
Zemira suchte sich den dicksten Oger aus, der mit einem Streithammer bewaffnet war, und stach mit ihrem Speer in sein eines Knie. Das Andere kam kurz darauf dran – obwohl sie selbst etwas einstecken musste –, was ausreichte, um dieses Bein ganz abzutrennen und diesen Gegner ins Feuer stürzen zu lassen.
Yasmina hatte zwar ihren tollen Dreizack dabei, aber sie fror lieber die drei erwachsenen Oger ein, während Valin und Luthien auf den Jüngsten los gingen und ihn in ähnlich kurzer Zeit wie Zemira ihren zerstückelten.
Der dritte Oger war mit seinen Großkopfhammer der treffsicherste. Erst schlug er auf Zemiras Schultern ein, danach nahm er sich Luthiens Gesicht zum Ziel. Das schützte ihn aber nicht davor, von Yasmina erneut eingefroren und dann von der eben getroffenen Luthien enthauptet zu werden.
Der letzte Stehende beschloss, die Beine in die Hand zu nehmen und wäre es nicht an Zemiras Wurfkünsten, hätte er es wohl geschafft und die Minenschächte zum Einsturz gebracht. So aber landete er hinterrücks gepfählt auf dem Boden.
Die rothaarige Waldelfe hatte, nachdem sie die Kniegelenke des dicksten Ogers aufspießen konnte, sich ein altes Regal angeschaut, hinter dem sie ein Lichtlein gesehen hatte. Sie war sich sehr sicher, dass sich dahinter die Kinder befanden und nachdem der Kampf so beendet war, machten sich auch die Professorin und der kaum Erwachsene dran, die Kinder davon zu überzeugen, dass sie friedlich gesonnen waren. Es war etwas Überzeugungsarbeit notwendig, aber die Beiden hatten da wohl eine vertrauenswürdige Ausstrahlung und so kamen die drei Kinder im Alter von vier bis sieben aus ihrem Versteck hervor.
Ihnen schien nichts zu fehlen, was gut war, aber sie waren verängstigt und erschöpft. Luthien nahm William und Yasmina Arabella an die Hand, während Valin den vierjährigen Dominik auf den Arm nahm. Die Kinder schlossen auf Anweisung die Augen, damit sie die grausigen Leichen nicht sehen mussten, der Jüngste schlief dadurch sogar ein. Mucksmäuschenstill verließen sie so die Mine, um ja nichts zum einstürzen zu bringen und als Belohnung verteilte Luthien Schokolade.
Die wartende Mutter war von Yasmina zu deren Pferd bei einem Gasthaus geschickt worden, damit sie nicht die ganze Zeit vor dem Eingang stand, und dort fanden sie sie auch wieder. Die Familienzusammenführung war glücklich und einstimmig lehnten die Retter eine Bezahlung ab. Die Familie hatte nicht viel und sollte es für die Kinder ausgeben können.
Und so war der Tag und das Leben für Kinder und Eltern gerettet worden.
SB-Auftrag: Tapfere Seelen gesucht
von Valeria am 19.05.2026 23:25Tapfere Seelen gesucht [14.05.2026]
Name des Events: Tapfere Seelen
Informationen:
Teil: 1
Datum des Plays: 14.05.2026
Anwesende Teilnehmer: Adrianna, Elladora, Ezekiel, Luna
Abwesende Teilnehmer: /
Eventleiter: Nina
Dauer des Events: 19:30-23:10
Besuchte Orte im Event: Altfalkenried, Ruinen
Zusammenfassung:
Nacheinander trafen die einzelnen Gruppenmitglieder in Altfalkenried ein wo sie direkt am Ortseingang vom Bürgermeister empfangen wurden. Dieser berichtete ihnen das nachdem der Regen endete und Blitze überall einschlugen zu komischen Vorfällen rund um die Ruinen des alten Herrenhauses kam, wie Geflüster und schattenhafte Gestalten und das auch die Dorfheilerin angegriffen und geschwächt hat. Für alle stand somit schnell fest das man sich des ganzen annehmen, die Ursache finden und beseitigen will weshalb man sich auch direkt zum Herrenhaus begab.
Einmal angekommen ist schnell zu erkennen das es sich einst um ein riesiges Gebäude gehandelt hat, auch wenn große Teile davon bereits eingestürzt sind und überwiegend nur noch das Grundgerüst steht. Jeder aus der Gruppe macht sich direkt ans Werk, versucht Hinweise auf die Ursache der Vorfälle zu finden. So entdeckt Luna das das Gebäude durch die Blitzeinschläge gebrannt haben muss und auch das dabei vermutlich 3 Personen oder Kreaturen umgekommen. Zeitgleich wird Adrianna von einer Stimme die ihr etwas über Bücher die sie ihr zeigen will weggelockt, wo Luna direkt folgt um sie zurück zu holen, und auch Ezekiel fängt plötzlich an über eine Bibliothek zu sprechen. Einzig Elladora und Luna bleiben davon verschont wie es scheint. Nachdem sie die beiden aber auch wieder zur Vernunft gebracht haben, entzünden sie eine Fackel und betreten die Ruine selbst.
Im Inneren hören plötzlich alle außer Adrianna irgendwelche Stimmen zu hören die davon reden das sie Ketten sprengen, freigelassen werden und ihnen alles zeigen wollen. Der liebenswerte Flummi entdeckt auch schnell die Ursache für die Stimmen, einen Allip der sich auch direkt zeigt nachdem er entdeckt wurde oder besser sie zeigen sich da es 3 Stück sind, und bringt die restlichen Gruppenmitglieder dazu sich um eine silbrige Blume zu versammeln von denen die Monster sich fernhalten. Ezekiel findet auch ziemlich einen Nutzen für die Blume indem er sein Falchion mit dem Blütenstaub zu bestäuben, wovon er auch die anderen direkt überzeugt. Wie sich schnell zeigt war das auch die richtige Entscheidung da sie den Allips erstaunlich schnell den Gar ausmachen. Zwar muss Ezekiel auch einmal Friendly-Fire einstecken, aber die Verursacherin versorgt ihn nach Kampfende auch sofort. Kaum das aber auch der letzte Allip vernichtet ist, kann die Gruppe ein letztes Mal verfolgen wie ein goldenes Licht gen Himmel fährt. Allerdings ist auch für einen kurzen Augenblick ein grüner Schimmer zu sehen der die Sterne verdeckt. Wieder zurück im Ort erzählen sie alles passierte dem Bürgermeister und verabschieden sich dann auch wieder von diesem.
Re: SB-Auftrag "Im schlummernden Verfall des letzten Lichts"
von Valeria am 17.05.2026 18:13Im schlummernden Verfall des letzten Lichts
Name des Events: Im schlummernden Verfall des letzten Lichts
Informationen:
Teil: 2
Datum des Plays: 12.05.2026
Anwesende Teilnehmer: Fulvia, Kylie, Kayla, Irithyll, Valeria
Abwesende Teilnehmer: /
Eventleiter: Max
Dauer des Events: 19:30-22:20
Besuchte Orte im Event: Gipfelschrein
Zusammenfassung:
Einmal oben angekommen steht für die Gruppe schnell fest das hier was nicht mit rechten Dingen zu gehen, auch wenn sie nicht ausmachen können was der Auslöser war, und sie sich besser schnell um eine Lösung kümmern. Bevor sie aber zu irgendwas kommen beschließt Irithyll der Priesterin zu helfen und sie zu heilen, läuft daher auch direkt zu ihr was damit endet das sie, trotz das man sie noch abhalten kann die Priesterin zu berühren, sie geistig von etwas überwältigt wird. Was dazu führt das sie pausenlos folgendes Mantra wiederholt: „Avarath kniet nicht. Sie wird gehalten. Das Licht ist kein Licht. Es leuchtet schwarz. Schönheit bleibt, wenn Fleisch versagt. Die Laterne trinkt, was die Göttin berühren wollte. Gold erinnert sich an Hände, Lippen, Gebete. Schwarzes Geweih wächst aus allem, was nicht loslassen kann. Der Nebel trägt keine Stimmen. Er kommt mit dem Hunger. Daphne hat vier Gesichter. Hier wartet das fünfte."
Da sich alle einig sind das es besser wäre das sie damit aufhören soll versucht man sie zum stoppen zu bringen, letztlich bleibt aber nichts anderes übrig als sie magisch einschlafen zu lassen. Jedoch kaum das das Mantra stoppt kommt wieder Leben in die Priesterin, wenn man das überhaupt so nennen kann. Schwarze Spitzen brechen aus Rücken, Schultern, Wirbelsäule und Rippen, erst fein wie ein Splitter, dann wachsend, sich windend, bis sie sich zu gewaltigen, kronenartigen Geweihen erhoben. Goldene Ornamente, Tempelschmuck und zerbrochene Weihegaben schmolzen förmlich mit ihr zusammen, legten sich um Hüfte, Glieder und Brust wie die Überreste einer göttlichen Zeremonie, die von etwas Fremden umgeschrieben wurde. Die Züge der Priesterin sind noch erkennbar, doch wächst aus ihrem Haut eine Krone aus Fleisch, Knochen und schwarzer, kosmischer Pracht, als sie sie zugleich Märtyrerin, Braut und Thron in einem. Beim aufstehen spannt sich ihr Körper nicht wie der einer Wiederbelebten sondern wie der einer Marionette deren Fäden bis in die Sterne reichen. Im Hintergrund des ganzen pulsiert das grüne Licht der Laterne wie ein Herz außerhalb ihres Körpers während sich über ihr eine seltsame nie da gewesene Sternenkonstellation klar leuchtend im Himmel öffnet.
Augenblicklich bereitet die Gruppe sich auf einen Kampf vor bei dem der kleine Golem und Valeria den Schutz von Fulvia und Irithyll übernehmen, hat man beschlossen letztere schlafen zu lassen. Zwar muss die Gruppe auch einiges einstecken, vor allem die Zwillinge, aber durch eine Ablenkung mittels Fulvias Illusionen schaffen es Valeria und Kayla es die Laterne zu zerstören. Kaum das das Licht der Latene verblasst beginnt die Kreatur zusammenzusacken, genau Richtung Irithyll die allerdings sofort von dem Golem Djern gerettet wird der sich schützend über sie stellt. Diese wird auch wach und bekommt von Valeria zunächst eine Erklärung der Geschehnisse, die sie ein wenig verstört, bevor sie ihr auch erklärt das sie keine Schuld trifft und sie somit das Mädchen wieder zum lächeln bringt. Nachdem Kayla noch ein Medaillon gefunden hat das sie, auch Drängen des kleinem Mädchens behalten soll auch wenn Fulvia es zur Untersuchung an sich nehmen wollte, wickelt man die Tote in ein Leinentuchund begibt sich wieder den Berg hinab.
SB-Auftrag "Im schlummernden Verfall des letzten Lichts"
von Valeria am 10.05.2026 17:15Im schlummernden Verfall des letzten Lichts
Name des Events: Im schlummernden Verfall des letzten Lichts
Informationen:
Teil: 1
Datum des Plays: 04.05.2026
Anwesende Teilnehmer: Fulvia, Kylie, Kayla, Irithyll, Valeria
Abwesende Teilnehmer: /
Eventleiter: Max
Dauer des Events: 19:30-23:00
Besuchte Orte im Event: Allerheiligste des Kults der Daphne in Bahja-Ile, Bergpfad
Zusammenfassung:
Am Vormittag eines warmen Vormittags haben sich die Damen Fulvia, Kylie, Kayla, Valeria am Allerheiligsten versammelt um den Auftrag zur Suche nach der vermissten Priesterin anzunehmen. Nach einem kurzen Gespräch mit der Priesterin die den Auftrag ausgegeben hat in denen sie noch ein paar Infos erhielten, schließt sich ihnen auch die junge Irithyll an. So begibt sich die Fünfergruppe den Bergpfad hinauf.
Der Weg ist gesäumt von Opferschalen, sowohl einige die gepflegt wirken und andere die von Staub und Moos bedeckt sind, und Opfersteinen. Weiter oben auf dem Weg findet die Gruppe an einer Zypresse ein Kranz aus Lorbeer und weißem Faden, nicht alt aber auch nicht ganz frisch mit drei kleinen Knochenperlen die auf den ersten Blick wie Schmuck wirken könnten. Nahe davon befindet sich ein Riss in den Steinplatten des Weges in dem sich klares Wasser sammelt obwohl der restliche Weg trocken ist und die Sonne kräftig hinab scheint. Neben dem Riss ist der Stein so dunkel als hätte dort jemand wiederholt mit nassen Füßen gestanden. Das ist aber nicht alles was der Gruppe auffällt. Gibt es ein Stückchen weiter an einer Wegbiegung auch eine Bank an der direkt ins Auge springt das jemand dort Teile eines Textes aus dem Stein gekratzt hat und an der ein einzelner Sandalenriemen liegt. Beides untersucht die Gruppe wobei klar wird das auf der Bank wohl ein Text mit Bezug auf den Kult der Daphne steht bei der jedoch der zweite Vers fast vollständig entfernt wurde vor nicht allzu langer Zeit und das der Riss nicht natürlich ist, sich für Erdmagier sogar fremd und widersprüchlich anfühlt. Kurz vor dem nächsten Wegabschnitt stoßen sie noch auf einen Quellschrein mit einer Nymphenfigur in dem klares Wasser steht auf dem jedoch ein grünlicher Schimmer liegt.
Da Fulvia und auch Irithyll einem Weg abseits des eigentlichen Bergpfades folgen wollen entscheidet man sich zunächst dafür, wenn auch wohl überwiegend weil man das jüngste Gruppenmitglied nicht nur mit Fulvia gehen lassen will aus Sicherheitsgründen. Unterwegs stößt man auch auf eine Stelle wo der grüne Nebel aus einem Riss steigt, fast als würde der Fels ihn ausatmen, und bei genauem Hinsehen sind sogar kreisförmige Muster im Nebel zu erkennen. Begleitet wird die Gruppe von Geräuschen einer Laterne oder sehr kleinen Glocke wo man allerdings nicht ausmachen kann woher das Geräusch kommt. Irgendwann findet die Gruppe sich an einer alten Rastplattform halb in den Berg geschlagen und von niedrigen, brusthohen Steinmauern umgeben und in der Mitte ein umgestürztes Becken. Der Pfad zum Gipfel der vor ihnen liegen sollte endet in einer dichten Nebelwand vor der einige alte Opfergaben liegen und direkt davor steht eine einsame schwarze Laternenhalterung ohne Laterne.
Irithyll erzählt nach einer kurzen Untersuchung der Nebelwand das sie in einer Vision die Priesterin gesehen hat die müde war aber es auch etwas gibt das das grüne Licht trinken will. Derweil entdeckt Valeria an der Laternenhalterung kleine grünliche Kristallsplitter die zwar nicht selbst leuchten aber schwach glimmen wenn der Nebel pulsiert sowie einen Text:"Nicht dem Licht folgen. Den Schatten der Flamme suchen". Was dann dazu führt das man beschließt mit geschlossenen Augen aber Körperkontakt haltend in den Nebel zu gehen. Etwas das auch ziemlich gut klappt.
Der Himmel ist tiefschwarz, sternenschwer, durchzogen von fremden Konstellationen, die sich langsam verschieben, als seien sie nicht am Firmament befestigt, sondern würden unter einer dünnen Haut treiben. Einige Sterne leuchten grünlich. Andere wirken wie dunkle Löcher im Himmel, umgeben von blassen Ringen. Der Wind ist verschwunden. Selbst der eigene Atem klingt zu laut. Vor ihnen steht der Gipfelschrein. Dieser ist jedoch nicht mehr wieder zu erkennen ist. Einst ein kleiner, schöner Ort der Daphne: weißer Stein, niedrige Säulen, eine offene Nische für Opfergaben, ein rundes Becken aus hellem Marmor so ist er jetzt vollständig besudelt. Über den Altar ziehen sich schwarze, harzige Spuren. Duftschalen sind umgestürzt, Lorbeerkränze vertrocknet, goldene Bänder in den Stein gedrückt wie nasse Haare. Auf den Reliefs von tanzenden Körpern, offenen Händen und fließendem Wasser liegen grünliche Schlieren, als hätte der Nebel selbst darüber geblutet. Am höchsten Punkt des Schreins steht die Laterne. Sie hängt nicht, sie steht dort, einsam auf einem schmalen metallenen Dorn, und in ihr brennt das grüne Licht. Kein Feuer. Eher ein Auge. Davor kniend befindet sich die Priesterin, früher wohl eine Schönheit doch jetzt sind schwarze Geweihe aus ihrem gesamten Körper gewachsen. Einige glatt wie Metall andere fast organisch, feucht und rissig wirkend. Die Finger verkrampft klammert die Priesterin sich an den Fuß der Laterne während die Geweihe leise knacken als würden sie wachsen. Im nächsten Moment schließt der Nebel sich hinter ihnen und es erhebt sich eine neue Konstellation am Sternenhimmel vier helle Punkte, wie die Gesichter einer Göttin — und ein fünfter, grüner Stern, der sich zwischen sie schiebt.
SB-Auftrag - Eskorte für Handelskarawane [09.05.2026]
von Ahmar am 10.05.2026 14:46Name des Events: Eskorte für Handelskarawane
Informationen:
Teil: 1 (von 1)
Datum des Plays: 09.05.2026
Anwesende Teilnehmer: Ahmar, Elian, Sigarda
Abwesende Teilnehmer: /
Eventleiter: Nina
Dauer des Events: 19:40 bis 24 Uhr
Besuchte Orte im Event: Urda (Handelsgilde), Mirkala-Schrein, Weg Urda-Persepolos, Persepolos (Gildenhaus)
Zusammenfassung:
Durch den jüngsten Überfall auf das Königshaus haben die Händler in Embaro ihr Sicherheitspersonal verstärkt, damit ihre Waren auch sicher und in voller Stückzahl von A nach B kommen. So wurde im Mai auch von der Handelsgilde eine Eskorte für eine Karawane von Urda nach Persepolos ausgeschrieben mit Treffpunkt um 10 Uhr vormittags vor der Handelsgilde.
Dort fanden sich auch geschwind drei Willige ein, die das Geld mehr oder minder dringend brauchten. Der Vertreter des Gildenmeisters, Kaelen, wies sie geschwind in die Aufgaben ein, bevor er sie an den Führer der Karawane, die aus zwei Wägen bestand, übergab. Sein Name war Eleth, er arbeitete bereits seit 10 Jahren dort und kannte sich dementsprechend gut aus. Das einzige, was seiner Meinung nach von den üblichen zu erwartenden Banditen abwich, war ein vor kurzem auf diesem Weg verschwundener Bauernwagen.
Nachdem jeder seine Position eingenommen hat, ging es dann auch schon los.
Es war später Vormittag, als zum ersten Mal etwas Ungewöhnliches auf ihrer Route durch Ebenen und dem noch weit entfernten Waldrand des Tetsulam Waldes passierte. Die Pferde waren die ersten, die unruhig wurden. Es handelte sich allerdings um keinen Angriff, wie schnell allen klar wurde, sondern um ein herumschwirrendes, unnatürliches Licht. Was auch immer der gute Elian sah, als er mit Magie danach suchte, erschreckte ihn dermaßen, dass er fast vom Wagen fiel. Sigarda indes verließ sich auf ihre Augen und konnte dem Licht so problemlos zu einem Ort folgen, an dem Blumen und Steine, um die bunte Bänder geknotet wurden, lagen, fast rituell platziert.
Eleth konnte das Rätseln der drei Söldner beenden, indem er erzählte, dass es sich um den Mirkala-Schrein handelte, benannt nach der Familie, die vor fünf Jahren ihre Tochter verlor und nie wieder fand.
Nachdem Ahmar nicht nur eine verfallene Jägerhütte weiter weg bemerkte, sondern durch Magie auch das geisterhafte Bild einer vielleicht Sechzehnjährigen sah, das harmlos winkend dastand, deren Kopf aber unnatürlich herabhing, war recht sicher, dass das Mädchen lebend sowieso nicht mehr gefunden werden würde.
Eleth erzählte, dass angeblich ein Jäger hier erwürgt aufgefunden worden war und jemand anderem war wohl der Kopf mit einer Sichel abgetrennt worden.
Sie mussten abwägen, ob die Suche nach einem vor fünf Jahren verschwundenen Mädchen, wirklich Vorrang vor ihrer Aufgabe hatte, die Karawane sicher an ihren Zielort zu bringen. Schweren Herzens wurde sich dafür entschieden, erst einmal den Auftrag zu beenden und am nächsten Tag zurückzukommen.
Der Rest der Fahrt war unauffällig, auch, als die Nacht hereinbrach und sie nahe des Waldes weiterfahren mussten. Vermutlich hatten die örtlichen Banditen seit der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen schon häufig genug eins auf die Finger bekommen, sodass sie es sich zweimal überlegten, Händler zu überfallen.
Es war fast Mitternacht, als sie das Gildenhaus in Persepolos erreichten, in dem die drei die Nacht kostenlos schlafen dürften, um am nächsten Morgen ausgeruht ihren Sold ausgehändigt zu bekommen.
Ausgeruht waren alle allerdings eher nicht, nachdem sie durch das morgendliche Schreien eines Hahns aus ihren aufwühlenden Albträumen gerissen wurden. Eleth hatte wohl die Nacht auch durchgearbeitet, um die transportierten Waren auf das Schiff laden zu lassen, aber er bezahlte die Söldner zufrieden und würde sich ihre Namen für kommende Aufträge der Gilde merken, zu denen er sie einlud.
Nachdem sie sich verabschiedet hatten und beschlossen, zurück zum Schrein zu reiten, besprachen sie den Inhalt ihrer Träume. Während Ahmar wieder das Mädchen gesehen hatte, dass ihm etwas sagte, das er nicht verstand, hatte Sigarda durch die mediale Gabe ihrer Mutter etwas zu dem Mädchen und dem Licht gesehen und hatte den Eindruck gewonnen, dass das Mädchen ihr etwas sagen wollte, aber nicht sagen könnte. Am schlimmsten hatte es aber Elian erwischt, der davon auch erst außerhalb der Stadt, als sie schon längstens wieder auf den Pferden saßen, reden wollte. Er hatte gespürt, wie er das Mädchen würgte und dabei lachte. Obwohl er natürlich wusste, dass er das nie getan hatte, nahm es ihn ziemlich mit.
Am späten Nachmittag erreichten sie wieder den Schrein, der für das Mädchen aufgestellt worden war. Die Magie, die gestern so präsent war, war am schwinden. Auch das Lichtlein war wieder da, aber nicht sehr lange und wollte auch nicht wirklich mit Elian kommunizieren. Der halbe Dunkelelf fand aber heraus, dass es sich um mehrere Männer gehandelt haben musste und das Mädchen in der Mittagszeit ihren Tod fand als die Sonne hoch am Himmel stand. Das machte für Ahmar auch Sinn, denn er war sich sicher, dass diese magischen Überreste um diese Uhrzeit am stärksten sein müssten.
Sigarda indes fand heraus, wo sie ein Loch mit ihrem Schwert buddeln musste, aber anders als erwartet fand sie keine menschlichen Überreste, sondern nur einen Anhänger mit Familienporträt aus reinem Gold mit der Gravur „Für Emrys". Da die magischen Spuren daran hafteten, war auf jeden Fall der Name des Mädchens klar.
Die Spuren waren an dem gebuddelten Loch am stärksten, aber sie bewegten sich auch über die ganze Umgebung wie die Hütte und das Feld, von dem Elian sich sicher war, dass Emrys damals von da in die Hütte gerannt kam.
So war auch klar, dass sie als nächstes einen Blick in die verfallene Jägerhütte werfen sollten, was für Sigarda und Elian harmlos lief, aber Ahmars geistige Stärke war wohl nicht die beste, sodass er eine Begegnung der dritten Art hatte, wie die rothaarige Söldnerin und Kopfgeldjägerin es später treffend beschrieb.
Während er sah, wie die weinende und verdreckte Emrys in die damals noch instand gehaltene Hütte lief, die Tür mit einem Stuhl verbarrikadierte, sich mit der Kette in den Händen zusammenkauerte und lange weinte, bis sie vom Hämmern an der Tür wieder in die damalige Realität gerissen wird. Als sie die Türe öffnet, passiert das, was Elian bereits im Traum gesehen hatte: Ein grinsender Mann schloss seine Hände um Emrys Hals und erwürgte sie, wobei sogar ihr Genick brach. Anschließend sieht Ahmar, wie Emrys Leiche in dem Loch verbuddelt wird.
Damit ist es aber noch nicht zu Ende, denn die Wut und der Hass auf die Männer, die ihr das angetan haben, lässt ihrem Geist keine Ruhe und sie steht aus dem Grab wieder auf mit der Mission, jeden Mann anzulocken und umzubringen. Zu erwürgen oder mit ihrer Sichel den Kopf abzutrennen – passend, zu Eleths „Schauergeschichten" über diesen Ort.
Sigarda und Elian sehen stattdessen, wie Ahmar durch den Raum läuft, letztendlich die Türe öffnet – die es gar nicht mehr gibt, da sie längst aus den Angeln gefallen ist – und wieder zum Loch zurückgeht. Erst da reagiert er, wenn auch verzögert, auf die beiden, die ihm nachgekommen sind.
Er berichtet, was damals Emrys angetan wurde und mit seiner Beschreibung, was aus ihr passiert ist, wurde Sigarda klar, dass es sich jetzt um eine Mittagserscheinung handeln muss. Leider wird sie erst Ruhe finden, wenn ihre Knochen verbrannt werden, aber die bleiben verschwunden, außer wenn Emrys ihrem mörderischen Drang folgend mittags erscheint.
Ob die drei wohl an einem Mittag wiederkommen, um Emrys die ewige Ruhe und ihrer Familie Gewissheit zu bringen? Und wer waren wohl ihre Mörder?
Diese Fragen bleiben zwar übrig, aber immerhin haben sie ihre Aufgabe erfüllt und die Karawane ohne Probleme von A nach B gebracht.
Re: Die Rückkehr nach Mjirana [06.04 - ]
von Belle am 07.05.2026 14:47Informationen
Teil: 2
Datum des Events: 05.05.2026
Anwesende Teilnehmer: Alexandra, Belle, Breonath, Irgaine
Abwesende Teilnehmer: Cornelia, Keita
Eventleiter: Domi [Seyper]
Dauer des Events: 3h 30 Min
Besuchte Orte im Event: Mjirana – Verfluchte Insel der Tierwandler [Strand, Wald des zerstörten Turms im See]
Plot
Gewaltige Hornschuppen erheben sich aus den tosenden Wellen und künden somit ihre Anwesenheit unheilvoll an, auch wenn man mehr mit bloßem Auge noch nicht erhaschen konnte - eine riesige Seeschlange scheint das Schiff kentern zu lassen. Spätestens jetzt ist allen Anwesenden bewusst, es ist nicht nur Vorsicht, sondern auch höchste Eile geboten. Eine erneute Druckwelle fährt durch die Körper unserer Helden, als das Wesen ein drittes Loch in den Bug des Schiffes rammt. Es bleibt keine Zeit zum Sinnen mehr, eine Lösung muss jetzt und sofort gefunden werden. Igraine und Belle scheinen doch auf unterschiedliche Art und Weise auf das gleiche Ergebnis zu kommen – sie müssen aus dem Wasser, dem Reich der Seeschlange entschwinden. Magie kommt unseren Protagonisten hier wie so oft zur Hilfe geeilt und wirkt seine Wunder. Allen voran Igraine kann meisterhaft zwei gewaltige Steinsäulen aus dem Grund des Meeres beschwören und somit das untergehend zu drohende Schiff aus dem Wasser und dadurch vorerst in Sicherheit hieven. Belle bemächtigt sich derweil ihrer Veränderungsmagie und nimmt die Gestalt eines Riesenadlers an, um ihre Freunde zusammen mit Keita auf dem Luftwege sicher an den Strand der Insel zu bringen. Aus den windigen Höhen können alle Anwesenden der Gruppe, eines sehr gut erkennen. Die Seeschlange macht kehrt? Begibt sich zurück zur Insel und nicht nur an den Strand, sondern durch den Flusszugang direkt ins Landesinnere. Gott sei Dank, denkt sich die Gruppe geschwind, sind somit doch der Rest der Crew in Sicherheit und damit endlich außer Gefahr.
Am Strand angekommen fragt sich die Gruppe recht schnell, ist die Seeschlange der Wächter der Insel? Immerhin scheint sie niemanden aktiv zu verfolgen oder gar zu töten – doch was oder wen, beschützt sie in diesem Fall? Fragen über Fragen, die vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt aufgeklärt werden können. Nun steht erst einmal an sich zu orientieren, den Weg einzuschlagen und ihre Entdeckungsreise wirklich zu beginnen. Am Strand lässt sich schnell ein altes Schiffswrack ausfindig machen und auch, zu wem es gehörte – den Balsorranern. Ein ungutes Gefühl macht sich in der Gruppe breit, als man die Fetzen der ausschlaggebenden Flagge erkennt, sowie eine Kiste voller Wein, der noch nicht vor allzu langer Zeit abgefüllt wurde. Zu lamentieren bleibt ihnen in diesem Augenblick jedoch keine Zeit, was auch immer die Balsorraner hier wollen – es kann nichts Gutes verheißen. Die Gruppe beschließt sich, sich gegeben den Umständen zu sputen und ihren Weg in Richtung Turm fortzusetzen.
Ein knöcherner Wald liegt vor ihnen, kein grün, kein braun – keine einzige Farbe lässt sich vor ihren Augen finden, lediglich das beklemmende Gefühl des allgegenwärtigen Todes. Was ist hier geschehen? Welche Magie könnte der Art Zerstörung anrichten oder wer würde dies wollen? Welchen Mehrwert hätte es eine ganze Insel und deren Bewohner zu zerstören? Gedanken, die für unsere Helden nicht zu erklären sind, auch unsere Gralsklingenträger scheinen beunruhigt, reden die Schwerter zwar nicht offenkundig, so können sie sich dennoch mitteilen und ihre Worte scheinen deutlich – Erschöpfung, Angst. Nach einigen Augenblicken des Gehens, tut sich ein gewaltiger Erdspalt vor unserer Gruppe auf. Er zieht sich durch den ganzen Wald, still, leise und dennoch absolut. Kaum merklich steigt ein grauer Dunst aus jenem, wirkt unheilvoll, nicht sicher – doch es bleibt keine weitere Zeit um sich um ein drum herum kommen zu bemühen, denn etwas anderes kommt ihnen zuvor. Langsam, aber stetig formen sich kleine Blasen, eine Art von Rauchbällen, welche auf unsere Helden zu schweben. Der Rauch verändert seine Form und nimmt schließlich die Gestalt von kleinen Männlein an, ohne Gesichtsausdrücke, ohne Worte, aber...neugierig? Sie kommen immer näher, strecken ihre Hand aus, wollen Hallo sagen? Sie einladen? Während die Gruppe zurückweicht und eine Abwehrposition einnimmt, scheint Breonath zuversichtlich. Seelen, es sind sicher Seelen, die unsere Hilfe benötigen und so streckt er seine Hand aus, schlägt ein. Ganz zu Belles Unmut, denn diese legt eine Hand vor seine Brust, signalisiert „Keinen Schritt weiter" – doch es ist bereits zu spät, die Hand des Mönchs läuft kohlrabenschwarz an.






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