Die Belagerung von Goldfels [15.07.2017]

[ Nach unten  |  Zum letzten Beitrag  |  Thema abonnieren  |  Neueste Beiträge zuerst ]


Shiori
Gelöschter Benutzer

Die Belagerung von Goldfels [15.07.2017]

von Shiori am 17.07.2017 12:37

Anwesend: Alanarel, Argos, Bahir, Leonus, Milan, Theldan, Veil


Vor kurzem wurde Goldfels, eine Grenzbastion der Zwerge in den Ausläufern des Gebirges, vom Banditen Matthias Reichenstahl und seinen Mannen eingenommen und besetzt.
Sobald diese Nachricht die Königshöfe in Dal'Guldur und Urda erreichte, ließen es sich beide Könige nicht nehmen, mitsamt einigen ausgewählten Gefolgsleuten an die Feste zu reisen, um sie wieder in Besitz ihres rechtmäßigen Eigentümers zu bringen.
Der Zwergenkönig Theldan Schützenauge war bereits dabei, sich für eine längere Belagerung einzurichten, als der embarische König Leonus Kattagien in Begleitung des Wächters Argos Elvehan anreiste, um dem einst feindlichen Regenten seine Unterstützung anzubieten.
Sie wurden, nicht ohne einige misstrauische Blicke seitens der Zwerge, in das befestigte Lager eingelassen, wo man das weitere Vorgehen besprechen wollte.
Nur kurze Zeit später traf eine kleine Abenteurergruppe bestehend aus dem Elementarmagier Alan'arel, dem Beschwörungsmagier und Schrifthüter Milan sowie der Heilerin Veil am Lager ein, die ebenfalls eingelassen wurden, nachdem sie ihre Unterstützung zusagten.
Jenen Augenblick suchte sich auch Matthias Reichenstahl, seines Zeichens Halbzwerg und in ganz Ambra bekannter Bandit, aus, um über dem Lager auf einem Balkon zu erscheinen und das Wort an die Belagerer zu richten.
In dem darauf folgenden, längeren Austausch, in dem abwechselnd Theldan und Leonus dasWort führten, kristallisierten sich allmählich das Ziel und die wahre Identität des Banditen heraus.
Matthias Reichenstahl folgte einstmals unter dem Namen Dorac Eisenfuß Theldans Vater als rechte Hand des Königs. In den Kämpfen mit den Dunkelelfen vor 35 Jahren verlor er viele geliebte Zwerge und desertierte daher am Tag vor der finalen Schlacht, in der sein König letztlich sein Leben verlor. Für ihn unverständlich war, dass es nach diesem Kampf zu einem plötzlichen Frieden kam, ohne dass die Toten gerächt werden konnten.
Wie der Halbzwerg nun erfuhr, war die Rebellion der Dunkelelfen damals einzig einem Spion Tytes zu verdanken, der Glimmerwacht gegen die Zwerge aufhetzte. Theldans Vater jedoch machte den Schuldigen aus und konnte ihn sowie seine Verbündeten töten. Da die Herrscher Ambras sowie Glimmerwacht einen Neuanfang wagen wollten, wurde dieser Umstand verheimlicht, was gewiss nicht nur Matthias Reichenstahl vor den Kopf stieß.
Von diesen Informationen überrumpelt und nun ohne Ziel sah Matthias Reichenstahl keinen anderen Weg, als sich selber von der Brüstung in den sicheren Tod zu stürzen. Seine Gefolgsleute legten daraufhin die Waffen nieder und zogen friedlich aus der Bastion, die nun wieder den Zwergen gehörte.

 

Während die Banditen von der königlichen Armee gefangen genommen wurden, erwähnte der Offizier noch, dass sich ein mysteriöses Etwas in die Schatzkammer gegraben hätten.
Natürlich ließen es sich die beiden Könige, deren Berater sowie die Abenteurergruppe nicht nehmen, sich diese Schatzkammer anzusehen.
Zuvor jedoch hatten sie einige Räume und Gänge mit höchst interessantem Inhalt zu durchqueren. So erwartete sie in der ersten Kammer, die sie entdeckten, ein toter Zwerg sowie die mit Blut an eine Wand geschriebene Botschaft „Ukut ist gefallen".
Bereits im nächsten Raum trafen sie auf das Geschöpf, das möglicherweise für den Tod des Zwerges verantwortlich war, denn in der Festung hatte sich ein Glumaar angesiedelt.
Nach einem harten Kampf, der Milan und Bahir, den Ratgeber König Theldans, schwer verwundete sowie dem König selber das Bewusstsein raubte, konnte die Bestie vernichtend geschlagen werden.
Der nächste Halt der Gruppe , nun um König Theldan ärmer, den seine Wachen zur Versorgung seiner Wunden wieder in das Belagerungscamp vor der Bastion gebracht hatten, war eine große Halle mit unzähligen Metkrügen, Tischen und einer geheimnisvollen Kiste, deren einziger Inhalt ein Goldmedaillon war. In dem Anhänger befand sich das Bild einer Zwergin sowie die schemenhafte Zeichnung eines zumindest Humanoiden Wesens. Bedauerlicherweise konnte niemand der Anwesenden die Gravur entziffern.
Auf dem Weg in den nächsten Raum trennte sich die Gruppe, denn während Bahir, Leonus und Aran'arel eine auf dem Weg liegende Falle entschärften, machten sich Veil und Milan auf die Suche nach einer kleinen Kreatur, die kurz zuvor in eben diesen Gang flüchtete.
In einer Sackgasse stellten die beiden schließlich das Wesen, welches sich als ein Göttling namens Bitzi herausstellte und nach einigem Überreden einwilligte, die Abenteurer durch die Gänge zu führen.
Zusätzlich zu einem allgemeinen Unbehagen wurde ein beißender Schwefelgestank immer stärker, außerdem trafen sie auf eine Erinnye, die sich Alan'arel als bevorzugtes Opfer ausgesucht hatte.
Doch dieser Gegner fiel schließlich unter Bahirs beherzten Axtschlägen und so konnte sich die Erkundung auf den nächsten Raum ausweiten, der eine ziemliche Überraschung bereit hielt.
Um einen Altar mit einem sehr alten Buch fanden sie eine Gruppe toter Männer und Frauen, die sich nach ausführlicherUntersuchung seitens Argos und Veils als Vampire, Beschwörer und Kultisten des geheimnisvollen und offensichtlich gefährlichen Ukut herausstelten.
In dem Buch, das Bitzi von dem brüchigen Altar gerettet hatte, wurde ersichtlich, dass jener Ukut und sein Gefolge für die Dämonenplagen damals in Astora und nun in Balora verantwortlich waren. Insbesondere für Argos war dieses Wissen ein unschätzbarer Schatz, doch nun stellte sich die Frage, ob sie auch die letzte Hürde nehmen sollten.
Nach einigem Zögern und durchaus gemischten Gefühlen schlossen sie schließlich die Tür auf, die final zur Schatzkammer führen würde. Der Gang dorthin war jedoch bedeckt mit Runen und eindeutig warnenden Bildern, die die kleine Gruppe jedoch nicht beachtete.
Um sicher zu gehen, wurden jedoch sämtliche Fundstücke samt einer erklärenden Nachricht in den Altarraum gelegt und die Tür verschlossen.
Was immer in der Schatzkammer erwartet wurde, lag dort nicht. Stattdessen fanden sie ein Schwert vor, dessen Heft schwarz wie die Nacht und die Klinge von einem unheilvollen Violett war. Zusätzlich wurde es von einer dunklen Aura umwabert.
Von der Waffe ging ein deutliches Verlangen aus, dem alle bis auf Bitzi, Leonus und Alan'arel verfielen.
Nach einem erbitterten Kampf untereinander gelangte Argos schließlich in den Besitz der Klinge, während die Anderen von einer todesähnlichen Schwäche ergriffen zu Boden sanken.
Unglücklicherweise hatte Argos die Rechnung ohne Bitzi gemacht. Dieser, im Austausch für das Buch auf dem Altar von einem Bannsiegel befreit, hielt den Elfen auf und ergriff das Schwert, während er langsam seine wahre Form annahm:

Ukut-Prim, Dämmerfürst und Herr der Dämonen...


Davon bekamen die anderen jedoch nicht mehr viel mit, denn die überwältigende Macht und Finsternis Ukuts ließ die ohnehin schon geschwächten Abenteurer das Bewusstsein verlieren.

Antworten Zuletzt bearbeitet am 18.07.2017 15:10.

« zurück zum Forum